Sixt Leasing hat Konzernvertragsbestand 2019 nach vorläufigen Berechnungen deutlich gesteigert - Anleihenews


25.03.20 08:45
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die Sixt Leasing SE (ISIN DE000A0DPRE6/ WKN A0DPRE), ein führender Anbieter im Online-Direktvertrieb von Neuwagen in Deutschland sowie Spezialist im Management und Full-Service-Leasing von Großflotten, hat ihren Konzernvertragsbestand im Geschäftsjahr 2019 nach vorläufigen Berechnungen (IFRS) deutlich gesteigert, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Der Konzernvertragsbestand kletterte bis Ende Dezember auf 136.200 Verträge und erreichte damit den höchsten Stand der Unternehmensgeschichte. Grund hierfür war insbesondere die positive Entwicklung im vierten Quartal. Der operative Konzernumsatz ging leicht zurück. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) lag 4,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Damit entsprach die Geschäftsentwicklung den Erwartungen des Vorstands gemäß der im Oktober 2019 angepassten Prognose. Im laufenden Geschäftsjahr 2020 werden die Rahmenbedingungen nach Einschätzung des Vorstands anspruchsvoller.

Geschäftsentwicklung im vierten Quartal 2019

Im vierten Quartal 2019 konnten alle Geschäftsfelder ihren Vertragsbestand im Vergleich zum dritten Quartal 2019 erhöhen. Der Vertragsbestand im Online Retail stieg um 1,7 Prozent. Das Geschäftsfeld Flottenleasing verzeichnete ein Plus von 2,7 Prozent und konnte damit erstmals seit dem vierten Quartal 2017 wieder im Vergleich zum Vorquartal wachsen. Der Vertragsbestand im Geschäftsbereich Flottenmanagement kletterte insbesondere aufgrund der Übernahme der Flottenmeister GmbH um 16,4 Prozent. Insgesamt legte der Konzernvertragsbestand im In- und Ausland (ohne Franchise- und Kooperationspartner) im Vergleich zum Vorquartal um 7,1 Prozent zu.

Geschäftsentwicklung im Gesamtjahr 2019

Im Vergleich zum Vorjahr ging der Vertragsbestand im Geschäftsfeld Online Retail im Geschäftsjahr 2019 leicht um 0,8 Prozent auf 44.300 Verträge zurück. Dabei standen einer deutlich erhöhten Anzahl an auslaufenden Verträgen mehr als 13.000 abgeschlossene Neuverträge gegenüber, ein Plus von über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Vertragsbestand im Geschäftsfeld Flottenleasing ging im Geschäftsjahr 2019 um 6,1 Prozent auf 40.400 Verträge zurück. Dies ist wesentlich auf weitere Fahrzeugrückläufer infolge eines im Vorjahr weggefallenen Volumenkunden zurückzuführen.

Der Geschäftsbereich Flottenmanagement verzeichnete einen deutlichen Anstieg des Vertragsbestands um 22,5 Prozent auf 51.500 Verträge, im Wesentlichen bedingt durch die Übernahme der Flottenmeister GmbH mit gut 7.000 Verträgen.

Insgesamt stieg der Konzernvertragsbestand damit im In- und Ausland (ohne Franchise- und Kooperationspartner) im Geschäftsjahr 2019 deutlich um 5,0 Prozent auf 136.200 Verträge an. Dies entspricht der im Oktober 2019 angepassten Prognose des Vorstands.

Der Konzernumsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf einen Rekordwert von 824,4 Mio. Euro. Der operative Konzernumsatz (ohne Verkaufserlöse) ging um 2,6 Prozent auf 468,2 Mio. Euro zurück. Der Vorstand hatte zuletzt einen Wert in der Größenordnung von 465 Mio. Euro erwartet. Die Verkaufserlöse durch Leasingrückläufer und vermarktete Kundenfahrzeuge im Flottenmanagement stiegen überproportional um 9,5 Prozent auf 356,3 Mio. Euro an. Hierzu trug insbesondere die höhere Anzahl an Fahrzeugrückläufern im Geschäftsfeld Online Retail bei.

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging im Geschäftsjahr 2019 um 3,4 Prozent auf 232,7 Mio. Euro zurück. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) lag im Geschäftsjahr 2019 mit 29,3 Mio. Euro um 4,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Vorstand hatte zuletzt ein EBT in der Größenordnung von 29 Mio. Euro erwartet. Die operative Umsatzrendite blieb mit 6,3 Prozent nahezu stabil (2018: 6,4 Prozent). Der Konzernüberschuss ging um 2,0 Prozent auf 21,5 Mio. Euro zurück.

Michael Ruhl, Vorstandsvorsitzender der Sixt Leasing SE: "2019 konnten wir unseren Vertragsbestand deutlich steigern, 2020 werden die Rahmenbedingungen jedoch anspruchsvoller. Vor allem die Ausbreitung des Coronavirus stellt uns vor große Herausforderungen. Dennoch sind wir überzeugt, diese Situation zu meistern. Nicht zuletzt erwarten wir Rückenwind durch unseren potenziellen neuen strategischen Großaktionär. Unser Ziel bleibt es, der führende Anbieter von längerfristiger Auto-Mobilität in Europa zu werden. Daher wollen wir unser Strategieprogramm "DRIVE>2021" weiter umsetzen und insbesondere das Produkt- und Serviceportfolio ausbauen."

Unterstützung durch neuen strategischen Großaktionär

Mit dem Kauf der 41,9-prozentigen Beteiligung der Sixt SE an der Sixt Leasing SE durch die Hyundai Capital Bank Europe GmbH (HCBE) am 21. Februar 2020 erhält die Sixt Leasing SE einen neuen strategischen Großaktionär. Das Joint Venture von Santander Consumer Bank und Hyundai Capital Services unterstützt die bestehende Strategie des Sixt Leasing-Konzerns. Der Vorstand von Sixt Leasing wird seinen Fokus im Geschäftsjahr 2020 daher wie geplant auf die weitere Digitalisierung des Geschäftsmodells und die Ausrichtung der Organisation auf zukünftiges nationales und internationales Wachstum legen.

Am 24. März 2020 hat HCBE nach Freigabe durch die Bafin die Angebotsunterlage veröffentlicht. Die reguläre Annahmefrist läuft bis einschließlich 30. April 2020. Weitere Details zum Übernahmeangebot können auf hcbe-offer.de aufgerufen werden.

Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr 2020 gilt die am 20. März 2020 veröffentlichte Prognose. Demnach erwartet der Vorstand im Vergleich zu den vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 einen leichten Anstieg des Konzernvertragsbestands und einen operativen Konzernumsatz in etwa auf Vorjahresniveau. In Bezug auf das EBT rechnet der Vorstand mit einem Wert sehr deutlich unter Vorjahresniveau.

Die zurückhaltende Prognose ist neben der bisherigen operativen Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr 2020 vor allem auf die aktuelle nationale und internationale Entwicklung der COVID-19 Situation zurückzuführen. Darüber hinaus wird das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2020 durch vollzugsunabhängige Kosten in Höhe eines niedrigen einstelligen Millioneneurobetrags im Zusammenhang mit dem angekündigten Übernahmeangebot von HCBE belastet, die zu einem signifikanten Teil bereits im Q1 2020 anfallen werden. Bei einem erfolgreichen Vollzug der Transaktion, der für das zweite Halbjahr 2020 erwartet wird, ist zudem mit weiteren einmaligen Kosten der Gesellschaft (z.B. Aufwendungen für die IT, Beratungskosten und Boni) in Höhe eines hohen einstelligen Millioneneurobetrags im Jahr 2020 zu rechnen. Mögliche Wachstumsimpulse durch den Wechsel des Großaktionärs sind in diesen Prognosen nicht berücksichtigt, da diese zum aktuellen Zeitpunkt nicht quantifizierbar sind. (25.03.2020/alc/n/a)





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