Schwedische Riksbank erhöht den Leitzins


21.12.18 11:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Pünktlich zu Weihnachten haben die schwedischen Notenbanker ihren Beitrag für ein besinnliches Fest geliefert und den Finanzmärkten die lang erwartete Leitzinserhöhung beschert, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Erstmals seit Juli 2011 steige damit der Reposatz in Schweden mal wieder an und liege jetzt bei -0,25%. In Anbetracht einer sich anbahnenden Abschwächung der Konjunkturdynamik in Schweden - das BIP-Wachstum im 3. Quartal sei um 0,2% gg. Vq. zurückgegangen - könnte die Maßnahme allerdings zu wenig und zu spät sein, um einen längerfristigen Zinserhöhungszyklus in Schweden zu begründen. Selbst wenn sich der konstruktive Konjunkturausblick der Notenbanker bestätigen sollte, würden die Analysten mit maximal noch einer weiteren Zinserhöhung im nächsten Jahr rechnen, nicht zuletzt aufgrund des sehr hohen privaten Verschuldungsgrades. Die Tatsache, dass die Entscheidung zur Zinsanhebung nicht einstimmig (5:1 Stimmen) ausgefallen sei, untermauere nach Erachten der Analysten die Einschätzung einer weiterhin eher zögerlich agierenden Riksbank.

Die Schwedische Krone (SEK), die insgesamt zu den schwächsten Performern unter den Industrieländer-Währungen in diesem Jahr gehöre, habe gestern infolge der Zinsanhebung einen ordentlichen Satz nach vorn gemacht. Der Euro habe in der Spitze knapp 1,5% verloren und sei zur Krone auf Notierungen um 10,25 SEK zurückgefallen. (21.12.2018/alc/a/a)