SIXT-Konzern erwartet für 2020 deutlich positives, wenn auch sehr stark unter dem Vorjahr liegendes EBT - Anleihenews


17.03.20 09:40
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 hat der internationale Mobilitätsdienstleister SIXT erneut ein Rekordjahr abgeliefert und damit seinen konsequenten Wachstumskurs weiter fortgesetzt, so die Sixt SE (ISIN DE0007231326/ WKN 723132) in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

So lag der operative Konzernumsatz nach Auswertung vorläufiger Zahlen voraussichtlich bei rund 2,95 Mrd. Euro und damit erwartungsgemäß deutlich über dem operativen Konzernumsatz des Geschäftsjahrs 2018 (2,60 Mrd. Euro, +13,3 %). Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) erreichte mit rund 337 Mio. Euro die Höhe des um den DriveNow-Verkauf bereinigten Vorjahreswertes (336,7 Mio. Euro, ausgewiesen: 534,6 Mio. Euro), trotz erheblicher Investitionen in die Auslandsexpansion und die Digitalisierung der Mobilitätsangebote. Die Sixt SE wird, wie geplant, am 25. März 2020 ausführlich über die vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2019 sowie den Ausblick für das laufende Jahr berichten.

Ausblick 2020

Die Ausbreitung des Virus COVID-19 beeinträchtigt global den Touristik- und Mobilitätssektor und damit auch die Nachfrage nach Mobilitätsdienstleistungen des SIXT-Konzerns besonders an den Flughäfen erheblich. Für das Gesamtjahr 2020 geht der Vorstand der Sixt SE deshalb angesichts der aktuellen Corona-Krise hinsichtlich des operativen Konzernumsatzes von einem starken Rückgang gegenüber dem Vorjahr (ohne Berücksichtigung des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs Leasing) aus. Zugleich rechnet er mit einem deutlich positiven, wenn auch sehr stark unter dem Vorjahr liegenden Konzern-EBT (ohne Berücksichtigung des positiven Effeks aus dem geplanten Verkauf der Beteiligung an der Sixt Leasing SE).

Maßnahmenpaket für geringere Kosten, höhere Liquidität und nachfragegerechte Produkte

- Als Reaktion auf die geringere Nachfrage wird SIXT die Vermietflotte kurzfristig deutlich reduzieren und damit entsprechende Kapazitäten und Liquidität freisetzen. SIXT kommen dabei die kurze Haltedauer der Fahrzeuge - in der Regel 6 Monate - sowie weitestgehend feste Rückkaufvereinbarungen mit Herstellern und Händlern zugute.

- Ferner sollen geplante Investitionen verschoben sowie Personal- und Sachkosten in erheblichem Maß eingespart werden.

- Der Vorstand plant, der ordentlichen Hauptversammlung am 24. Juni 2020 die Aussetzung der Dividendenzahlung für das Jahr 2019 vorzuschlagen, mit Ausnahme der Mindestdividende für die Vorzugsaktien in Höhe von 0,05 Euro je Vorzugsaktie.

- Teil des Maßnahmenpakets ist zudem die Stärkung der Nachfrageseite durch verstärkten Roll-Out von flexiblen Langzeitmiet- und Auto-Abo-Modellen sowie einer deutschlandweiten Aufstockung des SIXT share Angebots um 1.000 Fahrzeuge, um der erhöhten Nachfrage nach individuellen und flexiblen Fahrzeugbesitzmodellen für Firmen- und Privatkunden zu entsprechen. Vor allem in urbanen Metropolen sehen Privatkunden das Auto derzeit als eine vergleichbar sichere Alternative zum Transport mit dem öffentlichen Nahverkehr. Deshalb bietet SIXT derzeit attraktive Tages-, Wochen- und Jahresmieten an.

Solide Finanzlage, starke Bilanzrelationen

Der SIXT-Konzern verfügt über eine sehr solide Eigenkapitalquote, welche sich zum Stichtag 31. Dezember 2019 nach Auswertung vorläufiger Zahlen auf rund 25 % (Ende 2018: 27,8 %) belief. Sie wird sich durch den Verkauf der Beteiligung an der Sixt Leasing SE, dessen Vollzug im 2. Halbjahr 2020 erwartet wird, erhöhen. Durch die geplante Reduzierung der Fahrzeugflotte wird zusätzlich Liquidität freigesetzt, die Bilanz verkürzt und die ohnehin moderate und unter Branchendurchschnitt liegende Netto-Verschuldung des Konzerns weiter reduziert.

Erich Sixt, Vorstandsvorsitzender der Sixt SE: "Die Corona-Krise trifft die Reise- und Mobilitätsbranche und damit auch SIXT in einer Intensität, die noch vor wenigen Wochen nicht absehbar war. Deshalb haben wir mit Hochdruck ein Maßnahmenpaket erarbeitet, um unsere Investitionen und Kosten zügig und entschlossen an diese schwierige Situation anzupassen. SIXT hat dank hoher Eigenkapitalquote und gesicherter, breiter Finanzierungsbasis eine sehr solide finanzielle Position, um den Auswirkungen der Krise zu trotzen. Wichtig ist aber auch, dass wir unseren Kunden in dieser besonderen Situation Lösungen anbieten, wie sie ihren Mobilitätsbedarf abdecken können. In Zeiten von Corona schätzen viele Kunden die Möglichkeit individueller Mobilität. Darauf reagieren wir mit der deutlichen Ausweitung von Langzeitmieten und Auto-Abo-Modellen." (Pressemitteilung vom 16.03.2020) (17.03.2020/alc/n/a)





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