SANHA: Prolongation der Anleihe - SANHA-Chef Bernd Kaimer im Gespräch


30.06.17 08:30
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Die SANHA GmbH & Co. KG überraschte in der vergangenen Woche ihre Investoren, mit der geplanten Prolongation der Unternehmensanleihe 2013/18 um fünf Jahre, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Ab Fälligkeit im Juni 2018 solle die Laufzeit der Anleihe bis Juni 2023 unter veränderten Anleihebedingungen verlängert werden. Der Anleihe-Zinssatz solle sich in dieser Zeit von 7,75 auf 5,5 Prozent p.a. reduzieren. Das Unternehmen biete seinen Anlegern dafür zusätzliche Sicherheiten.

Als Gegenleistung zur Verlängerung und zur Zins-Reduktion sollten den Anleihegläubigern Grundbuchsicherheiten mit Grundschulden von knapp 10 Millionen Euro gewährt werden. Die zusätzliche Besicherung der Anleihe (neben der bereits bestehenden Garantie der Kaimer Europa GmbH) umfasse Grundbuchsicherheiten auf bestehende Immobilien an den Standorten Essen, Schmiedefeld und Berlin. Außerdem solle auf eine halbjährliche Zinszahlung jeweils zum 04.06. und 04.12. eines Jahres umgestellt werden. Darüber hinaus sehe das Refinanzierungskonzept des Unternehmens eine jährliche Tilgung der Anleihe aus dem Cashflow ab 2019 in Höhe von jeweils nominal 10 Prozent des derzeitigen Anleihevolumens (rund 3,7 Millionen Euro) vor.

"Höhere Transaktionssicherheit"

Die Anleihen Finder Redaktion habe mit SANHA-Gründer Bernd Kaimer über die angedachten Maßnahmen des Unternehmens gesprochen. "Ziel der Geschäftsleitung ist es - auch im besten Interesse der Anleihegläubiger - die Refinanzierung der Unternehmensanleihe möglichst frühzeitig sicherzustellen. In diesem Zusammenhang hat SANHA verschiedene Refinanzierungsformen, darunter auch die Emission einer neuen Anleihe, geprüft."

"Da die Möglichkeit einer vorzeitigen Kündigung der bestehenden Anleihe 2013/2018 nicht in den Anleihebedingungen enthalten ist, würde eine frühe Refinanzierung durch eine neue Anleihe jedoch zu deutlich steigendem Zinsaufwand führen. Dies könnte nur durch eine Neuemission möglichst nahe am Fälligkeitstag vermieden werden. Da eine solche Neuemission generell mit Unwägbarkeiten in Bezug auf den Transaktionserfolg verbunden ist, hat sich das Management für die frühzeitige Prolongation entschieden, bei der aus Sicht des Unternehmens eine höhere Transaktionssicherheit gewährleistet ist", so Bernd Kaimer.

Und Kaimer weiter: "Im Übrigen erhalten die Anleihegläubiger bis zur ursprünglichen Fälligkeit die vereinbarten Zinsen, sodass die Verlängerung der Anleihe um fünf Jahre zu einem jährlichen Zins von 5,5% als eine Art neue Anleihe zu werten ist. Außerdem reduziert sich das Risiko der Anleihegläubiger durch eine neue Besicherung (Grundbuchsicherheiten auf bestehende Immobilien mit Grundschulden im Wert von knapp 10 Mio. Euro) und die Tilgungsstruktur (ab 2019: jährliche Tilgung der Anleihe in Höhe von nominal 10% des derzeitigen Anleihevolumens). Das SANHA Management ist daher davon überzeugt, dass mit den vorgeschlagenen Maßnahmen ein faires und ausgewogenes Konzept erarbeitet wurde."

ANLEIHE CHECK: Die SANHA-Anleihe 2013/18 (ISIN DE000A1TNA70 / WKN A1TNA7) sei mit einem Volumen von 25 Millionen Euro begeben worden, das Anfang 2014 auf insgesamt 37,5 Millionen Euro aufgestockt worden sei. Der jährliche Zinskupon liege bei 7,75 Prozent. Dieser werde in der ursprünglich angedachten Anleihe-Laufzeit (bis 4. Juni 2018) auch gezahlt, solle aber im Verlängerungszeitraum (bis 4. Juni 2023) auf 5,5 Prozent reduziert werden. Die Anleihe notiere aktuell bei 67 Prozent (Stand: 28.06.2017).

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 28.06.2017) (30.06.2017/alc/n/a)





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