Renten nur temporär unter Druck


04.12.18 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer hat sich erhöht, was mit der Handelsvereinbarung zwischen den USA und China zu begründen ist und damit, dass Italien im Schuldenstreit mit der EU-Kommission offen für einen Konsens zu sein scheint, so die Analysten der Helaba.

Deutsche Staatsanleihen hätten ihre anfänglichen Kursverluste dennoch wettmachen können und der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe bei 161,70 ein neues Kontrakthoch markiert. Das weitere Anstiegspotenzial dürfte gleichwohl begrenzt sein. Die Stochastik signalisiere auf Tagesbasis eine überkaufte Marktsituation und das Momentum sei schwach ausgeprägt. Kurzfristige Rücksetzer sollten daher nicht ausgeschlossen werden, zumal auch der ADX seinen Hochpunkt überschritten zu haben scheine. Unterstützungen würden die Analysten in der Zone 160,90/161,00 sowie an der 21-Tagelinie bei 160,53 lokalisieren. Die Trading-Range liege zwischen 160,90 und 162,10.

Heute stünden mit Ausnahme einer Gilt-Aufstockung keine Aktivitäten am Primärmarkt auf dem Programm. Erst morgen werde das spanische Schatzamt und am Donnerstag werde Frankreich mit Aufstockungen im mittel- und langfristigen Bereich aktiv. Beide Länder würden damit ihre Refinanzierungsgeschäfte des laufenden Jahres beenden. Im Gegensatz dazu stünden in Italien noch Emissionen Ende Dezember an. Derzeit würden die dortigen Renditen sinken; 10-jährige BTPs lägen bei knapp 3,15% im Vergleich zu 3,70% vor zwei Wochen. Entsprechend seien die Risikoprämien rückläufig, denn Italien verhandele mit der EU über die Senkung der geplanten Neuverschuldung auf unter 2,0% des Bruttoinlandsprodukts. (04.12.2018/alc/a/a)