Renten: Risikoaversion und Preiszahlen stützen


31.08.18 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Mit dem Anstieg der Risikoaversion hat das Interesse an deutschen Staatsanleihen zugenommen, so die Analysten der Helaba.

Unterstützung habe es auch durch vorläufige Verbraucherpreise in Spanien und Deutschland gegeben, die die Konsensschätzungen verfehlt hätten. Bei der heutigen Schnellschätzung der EWU-Teuerung sollten die Erwartungen nicht zu hoch gesteckt werden. Insgesamt werde die EZB wohl in ihrer Absicht bestätigt, die Leitzinswende sehr zögerlich anzugehen. Das technische Umfeld habe sich zudem aufgehellt und die unlängst unterschrittenen 55- und 21-Tagelinien habe wieder überwunden werden können. Der nächste Widerstand sei bei 163,36 zu finden, erste Unterstützungen würden die Analysten bei 162,46 und bei 162,10/13 lokalisieren. Die Trading-Range liege zwischen 162,46 und 163,45.

Das italienische Schatzamt habe gestern keine Mühe gehabt, die beiden konventionellen BTPs und die inflationsgeschützten Papiere zu platzieren. Insgesamt seien 7,75 Mrd. EUR eingesammelt und damit das Maximalziel erreicht worden. Die Nachfrage habe das Angebot zum Teil deutlich übertroffen. Dabei sei das Umfeld für die Auktionen alles andere als leicht gewesen, denn die Risikoaversion sei im gestrigen Vormittagsverlauf gestiegen, sodass die zuletzt rückläufigen Renditeaufschläge italienischer Anleihen gegenüber deutschen und spanischen Papieren wieder deutlich gestiegen seien. Heute stünden keine Emissionen auf dem Programm, Frankreich und Spanien würden aber Details zu ihren Aktivitäten in der kommenden Woche bekannt geben. (31.08.2018/alc/a/a)