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Renten: Kernmärkte kaum verändert, Peripherie sehr freundlich


25.05.20 10:00
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Kern-Staatsanleihemärkten hat sich in der Berichtswoche per saldo wenig ereignet, so die Experten von Union Investment.

Nach zunächst im Rahmen der risikofreundlichen Stimmung (leicht) ansteigenden Renditen respektive entsprechenden Kursverlusten habe der Markt am Freitag etwas gedreht. Letztlich hätten sich die Renditeniveaus kaum verändert. Bei der Entwicklung der Zinskurven sei, den Bund betrachtend, ein Anstieg von zwei bis vier Basispunkten je nach Laufzeit zu verzeichnen gewesen.

In der Euro-Peripherie seien hingegen - trotz der Aussicht auf kommende hohe Neuemissionsvolumina - durchweg Kursgewinne bzw. rückläufige Renditen zu beobachten gewesen. Dass Spanien im laufenden Jahr eine im Vergleich zur ursprünglichen Planung nunmehr Vervierfachung der Nettokreditaufnahme plane, habe die Anleger kaum beeindruckt. Die Renditeaufschläge zu Bundesanleihen im Zehnjahresbereich seien in der Berichtswoche um 17 auf 111 Basispunkte zurückgegangen.

Die gute Stimmung sei auch nicht zuletzt auf den Erfolg der jüngsten italienischen Anleiheemission, der BTP-Italia, zurückzuführen gewesen. Die Nachfrage nach dem neuen Papier habe zuletzt bei rund 22 Milliarden Euro gelegen. Hiervon seien 14 Milliarden Euro auf private Anleger entfallen, acht Milliarden Euro hätten sich auf institutionelle Investoren verteilt. Der Spread zehnjähriger italienischer Anleihen zu laufzeitgleichen Bundespapieren sei in der Berichtswoche um rund 30 auf nunmehr 210 Basispunkte gefallen. Zudem seien sowohl in Portugal als auch vor allem in Griechenland, dort sei die Zehnjahresrendite mit 1,66 Prozent in der Berichtswoche deutlich unter die Zwei-Prozentmarke gefallen, sehr erfreuliche Entwicklungen zu beobachten gewesen. (Ausgabe vom 22.05.2020) (25.05.2020/alc/a/a)