Renten: Inflationserwartungen könnten belasten


12.06.18 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Handelskonflikt mit den USA, der nach dem G7-Eklat zu eskalieren droht, hat nicht zu einem Anstieg der Risikoaversion beigetragen, so die Analysten der Helaba.

Möglicherweise führe die Aussicht auf weitere Zölle mittelfristig zu einem Anstieg der Inflationserwartungen, wodurch das Umfeld für den Rentenmarkt schwieriger würde. Das Bekenntnis Italiens zum Euro habe zudem belastend gewirkt und der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe die 21-Tagelinie (161,01) unterschritten. Weitere Unterstützungen seien bei 159,39 und 159,21 zu finden. Widerstände würden die Analysten bei 161,13 und 161,66 lokalisieren. Die Trading-Range liege zwischen 159,40 und 160,70.

Im Vorfeld der EZB-Ratssitzung und der möglichen Ankündigung, das Anleihekaufprogramm bis zum Jahresende auslaufen zu lassen, sei Italien bemüht, an den Finanzmärkten für Ruhe zu sorgen. Laut Wirtschafts- und Finanzminister Tria werde der Schuldenabbau vorangetrieben und man sei bemüht, Marktbedingungen zu schaffen, die nicht zu einem Austritt des Landes aus der Eurozone führen könnten. Die Aussagen würden zu einem Renditerückgang beitragen - vor allem kurze Laufzeiten würden profitieren. Zweijährige BTPs würden derzeit bei 1,05% nach einem Hoch bei 1,82% am Freitag rentieren. Der Spread zu Bunds habe sich auf etwa 170 BP eingeengt. Am europäischen Primärmarkt stünden in dieser Woche zahlreiche Emissionen auf dem Programm. Den Auftakt würden heute die Niederlande und Finnland geben. Morgen würden Deutschland, Italien und Portugal folgen. (12.06.2018/alc/a/a)