Präsident der FED von Atlanta spricht sich gegen weitere Leitzinserhöhungen aus, Euro zieht an


21.08.18 09:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Der Euro konnte seine Erholungsbewegung zum US-Dollar gestern fortsetzen und zog wieder auf Werte oberhalb von 1,15 USD an, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Dabei habe die Einheitswährung von Äußerungen des Präsidenten der FED von Atlanta, Raphael W. Bostic profitiert, der sich gegen weitere Leitzinserhöhungen ausgesprochen habe, sollte dies zu einer inversen Zinsstrukturkurve in den USA führen. Bostic habe seine Einschätzung bestätigt, wonach in diesem Jahr insgesamt drei Anhebungen der FED Funds-Rate angemessen seien. Das liege unter der Medianeinschätzung der FED-Mitglieder vom Juni.

Auch die erneute Kritik des US-Präsidenten an der Geldpolitik der US-Notenbank und der Arbeit von FED-Chef Jerome H. Powell hätten zu der o. g. Entwicklung beigetragen. In einem Interview habe der US-Präsident zudem China der Währungsmanipulation beschuldigt und sehe den Kurs des Euro ebenfalls als beeinflusst an. Bezüglich der diese Woche anstehenden Handelsgespräche mit China habe sich der US-Präsident wenig optimistisch gezeigt, dass es zu konkreten Ergebnissen komme. (21.08.2018/alc/a/a)