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Peripherieanleihen als Hort der Stabilität


28.09.20 12:45
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Mit einer gewissen Anspannung schauten Anleger auf die Regionalwahlen in Italien, so die Experten von Union Investment.

Auch wenn dadurch die Politik in Rom letztlich nicht beeinflusst werde, sei eine Kräfteverschiebung im Kleinen immer auch ein Beleg dafür, wie zufrieden die Bürger mit der Regierung in Rom seien. Am Ende sei es zu einem neutralen Wahlergebnis gekommen, dass sich nicht negativ ausgewirkt habe. Trotz des risikoaversen Marktumfeldes hätten Staatsanleihen aus Italien nahezu unbeeindruckt seitwärts gehandelt, wie auch die als sicher geltenden Bundesanleihen. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Papiere habe um die Marke von -0,52 Prozent geschwankt.

Der geringere Risikoappetit der Anleger habe sich auch in den risikobehafteten Rentenmärkten bemerkbar gemacht. Sowohl bei Unternehmensanleihen als auch bei Papieren aus den Schwellenländern sei es zu Kursverlusten gegeben. Händler seien zudem deutlich weniger bereit gewesen Anleihen anzukaufen, wodurch sich die Liquidität etwas verschlechtert habe. Einige Neuemissionen seien zwar noch begeben worden, diese hätten aber merklich schwerer platziert werden können. Viele Emittenten hätten ihr Vorhaben daher zunächst verschoben. (Ausgabe vom 25.09.2020) (28.09.2020/alc/a/a)