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Nornickel mit USD 2,1 Mrd. Entschädigung nicht einverstanden


10.07.20 11:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Norilsk Nickel (Nornickel) gab am 8. Juli 2020 bekannt, mit der Methodik zur Berechnung der durch den ausgelaufenen Diesel verursachten Schäden nicht einverstanden zu sein, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Gleichzeitig habe das Unternehmen seine Verpflichtung bekräftigt, die Kosten für die Beseitigung der Umweltauswirkungen des Unfalls vollständig zu übernehmen. Um es noch einmal zusammenzufassen: Die staatliche Rosprirodnadzor (Federal Service for Supervision of Natural Resources Management) habe von Nornickel kürzlich eine freiwillige Entschädigung für den Schaden iHv. etwa RUB 147 Mrd. (USD 2,1 Mrd.) - ein Viertel des 2019 EBITDAs gefordert. Nornickels vorläufige Schätzung der Aufräumkosten hätten bei etwa USD 150 Mio. gelegen.

Gegenwärtig sei nicht klar, ob die Entschädigung als Einmalbetrag oder in einem anderen Format, d.h. in Raten oder in Form eines Fonds für Umweltsanierungsprojekte, gezahlt werde, noch ob zusätzlich eine Geldstrafe anfallen werde. Im Falle einer Einmalzahlung der Entschädigung würde sich die pro-forma-Nettoverschuldung zum EBITDA von 0,89x in 2019 auf 1,15x erhöhen. Die Frage, ob es dem Unternehmen gelinge, die recht hohen Dividendenzahlungen an Rusal, angesichts zusätzlicher Mittelabflüsse, neu auszuhandeln beschäftige die Investoren. (News vom 09.07.2020) (10.07.2020/alc/n/a)