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Niedrige Inflation und ein ruhiges Zentralbankjahr als Basisszenario 2021


02.12.20 11:30
AXA Investment Managers

Köln (www.anleihencheck.de) - Chris Iggo, CIO AXA Investment Managers Core Investments, analysiert, ob die jüngsten Rekordhochs an den Aktienmärkten auch im kommenden Jahr Bestand haben könnten und warum die wirtschaftlichen Aussichten für 2021 ermutigend sind.

In Gesprächen mit Investoren scheine ein allgemeiner Konsens zu bestehen: Die wirtschaftlichen Aussichten für die nächsten Jahre seien ermutigend. Dies zeige sich etwa deutlich im Unternehmenssektor. Hier deute sich eine steigende Nachfrage an, die durch gegenwärtig geringe Lagerbestände und den Bedarf diese aufzufüllen angetrieben werde. Dies sollte 2021 viel Potential bieten. Gezielte Fiskalausgaben würden zusätzlich die Wirtschaft stärken. Natürlich bleibe zu befürchten, dass Regierungen ihre Maßnahmen reduzieren müssten. Eine baldige Rückkehr zum Sparkurs würden die Experten von AXA Investment Managers jedoch in weiter Ferne sehen.

Als Basisszenario für den Ausblick 2021 würden die Experten von AXA Investment Managers weiterhin von einer niedrigen Inflation und einem ruhigen Jahr für die Zentralbanken ausgehen. Es könnte zu einer leichten Versteilung der Zinskurve kommen. Die Nachfrage nach langfristigen, qualitativ hochwertigen Vermögenswerten dürfte dies jedoch begrenzen. Mit Blick auf die aktuellen Börsenstände seien die Aussichten für Aktien weiterhin vielversprechend. Auf Basis der aktuellen Konsensprognosen werde der Weltaktienmarkt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwas mehr als 20 gehandelt. Das bedeute eine Aktien-Gewinnrendite von 5 Prozent im Vergleich zu den derzeitigen 1,4 Prozent für den globalen Index für Investment-Grade-Unternehmensanleihen und 0,23 Prozent für den globalen Staatsanleihen-Index. Bewertungen seien zwar nicht alles, wenn man jedoch die makroökonomischen Faktoren, die technischen Aspekte von Anleihen und Aktien und die allgemeine positive Markterwartung berücksichtige, scheine es schwierig, Aktien mit Blick auf das kommende Jahr nicht überzugewichten. (02.12.2020/alc/a/a)