Leitzinspfad in den USA dürfte perspektivisch weniger steil ausfallen als noch im vergangenen Jahr


10.01.19 12:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die FED hat gestern Abend das Protokoll ihrer FOMC-Sitzung im Dezember veröffentlicht, so die Analysten von Postbank Research.

Echte Neuigkeiten seien hierin nicht zu finden gewesen. Vielmehr seien die jüngsten Ausführungen Powells bestätigt worden, dass die Währungshüter den weiteren geldpolitischen Pfad in den USA zunehmend datenabhängig gestalten würden. Für mehr Interesse an den Finanzmärkten hätten denn auch die Redebeiträge verschiedener FOMC-Mitglieder im gestrigen Tagesverlauf gesorgt. In der Summe würden diese darauf hindeuten, dass der Leitzinspfad in den USA perspektivisch weniger steil ausfallen dürfte als noch im vergangenen Jahr, wobei Atlantas FED-Präsident Bostic sogar eine Zinssenkung in diesem Jahr nicht habe ausschließen wollen. Auch heute stehe wieder eine ganze Reihe von Redebeiträgen von FOMC-Mitgliedern an, von denen sich die Marktakteure weiteren Aufschluss bezüglich der zukünftigen US-Geldpolitik erhoffen würden. Insbesondere die Äußerungen von FED-Präsident Powell und Vize-Chef Clarida dürften hierbei Beachtung finden.

Nach den am Morgen veröffentlichten deutschen Außenhandelsdaten habe gestern Ebbe im Konjunkturdatenkalender geherrscht. Diese setze sich heute fort. Einzig nennenswerte Veröffentlichung seien die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die erste Januarwoche. Nachdem diese Ende Dezember etwas deutlicher gestiegen seien, rechne der Markt hier mit einem moderaten Rückgang von 231 auf 226 Tsd. Ungeachtet des konkreten Ergebnisses würden sich die Erstanträge aber ohnehin im Bereich ihrer Tiefstände der vergangenen Jahrzehnte bewegen. (10.01.2019/alc/a/a)