Kaltes Wetter dämpft britischen Konsum - Leitzinserhöhung im Mai weiterhin erwartet


20.04.18 10:19
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Beobachter britischer Konjunkturdaten durchliefen in dieser Woche ein Wechselbad der Gefühle, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Am Dienstag sei die Arbeitslosenquote mit 4,2% auf den tiefsten Stand seit 43 Jahren gefallen, was den Befürwortern einer Leitzinserhöhung der Bank of England (BoE) in die Hände gespielt haben dürfte. Nachdem am Mittwoch die Inflation mit 2,5% (Konsens: 2,7%) für März auf der Unterseite überrascht habe, hätten gestern auch die Einzelhandelsumsätze mit einem Rückgang um 1,2% gg. Vm. enttäuscht (Konsens: -0,6%). Schneestürme dürften den Briten die Kauflaune im März verdorben haben, sodass die Daten zum Einzelhandel nicht überbewertet werden sollten. Insgesamt würden die in den letzten Wochen veröffentlichten Konjunkturdaten aber auf eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im 1. Quartal auf 0,2% gg. Vq. hindeuten.

Die enttäuschenden Einzelhandelsumsätze sollten die BoE nicht davon abhalten, im Mai die Leitzinsen um 25 BP auf 0,75% anzuheben. Die Währungshüter dürften sich auf den Standpunkt stellen, dass die Konsumschwäche temporär sei. Die Analysten würden allerdings mit einem im Jahresverlauf weiter enttäuschenden Konjunkturverlauf und dementsprechend nicht mit einer weiteren Verschärfung der Geldpolitik rechnen. Vor diesem Hintergrund sollte der Rückenwind für das Pfund aus dieser Richtung schwinden. (20.04.2018/alc/a/a)