KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: Deutsche Rohstoff-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" bewertet


17.05.18 11:00
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 5,625%-Deutsche Rohstoff-Anleihe kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe weiterhin als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Die Deutsche Rohstoff identifiziere, entwickele und veräußere attraktive Rohstoffvorkommen in Nordamerika, Australien und Europa. Der Schwerpunkt liege in der Erschließung von Öl- und Gaslagerstätten in den USA. Weiterhin würden Projekte zur Förderung bzw. Produktion von Metallen wie Gold, Kupfer, Seltenen Erden, Wolfram und Zinn entwickelt. Wichtigster Meilenstein der vergangenen Jahre sei der erfolgreiche Verkauf der Öl- und Gasaktivitäten der Tekton Energy im Jahr 2014 gewesen. Das in Tekton Energy investierte Eigenkapital habe innerhalb von 3,5 Jahren um 365% im Wert gesteigert werden können (über 50% p.a.).

Seit dem Verkauf der Öl- und Gasaktivitäten der Tekton Energy habe die Deutsche Rohstoff wieder ein Portfolio an Bohrflächen aufgebaut. Die Öl- und Gas-Aktivitäten seien u.a. in den Beteiligungen Cub Creek Energy (Anteil 88,5%) und Elster Oil & Gas (Anteil 93%) gebündelt. Der Reserven-Gutachter Ryder Scott habe die gesicherten Reserven der beiden Beteiligungen zum 31.12.2017 nochmals von 12,1 Mio. Barrel Öläquivalent (BoE) auf 17,5 Mio. BoE angehoben und die wahrscheinlichen Reserven mit weiteren knapp 7,1 Mio. BoE (Vj. rund 11,7 Mio. BoE) festgestellt.

Der am 9. Mai veröffentlichte Bericht zum 1. Quartal 2018 belege, dass die im Jahr 2018 angelaufenen Bohrungen von Elster Oil & Gas und Cub Creek Energy von den gestiegenen Preisen profitieren würden, da diese noch nicht gegen einen Preisverfall gesichert seien.

Weiterhin seien im Dezember 2016 in der Öl- & Gas-Beteiligung Salt Creek Oil & Gas (Anteil 90,2%) Bohrflächen in North Dakota für einen Kaufpreis von etwa 38 Mio. US-Dollar erworben worden. Salt Creek meldete Ende April 2018 die Veräußerung von nahezu 100% der Flächen, sodass wir von dieser Beteiligung für 2018 einen deutlichen Ergebnisbeitrag erwarten, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. Cub Creek Energy habe im Jahr 2017 insgesamt 28 Bohrungen in Produktion gehabt. Damit habe Cub Creek im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp 1,4 Mio. gefördert, BoE, davon 837 Mio. Barrel Öl.

Darüber hinaus verzeichne die Deutsche Rohstoff auch im Bereich Metalle Fortschritte in der Entwicklung der Projekte, u.a. mit der wesentlichen Beteiligung Almonty Industries, die zum weltweit größten Wolfram-Produzenten außerhalb Chinas entwickelt werde. Im März 2018 habe Almonty einen 10-Jahres Vertrag, der über den gesamten Zeitraum einen Mindestpreis für Sangdong sichere, abschließen können.

Im Konzern habe die Deutsche Rohstoff AG im Jahr 2017 ihren Umsatz auf 53,7 Mio. Euro (Vj. 9,2 Mio. Euro) gesteigert, das EBITDA sei von 6,4 Mio. Euro auf 36,1 Mio. Euro erhöht worden. Das Konzernergebnis sei signifikant auf 7,7 Mio. Euro (Vj. 0,1 Mio. Euro) gestiegen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit habe sich auf 37,85 Mio. Euro nach 2,91 Mio. Euro im Vorjahr gesteigert. Die Eigenkapitalquote habe sich durch die umgesetzten Investitionen zum 31.03.2018 auf 23,1% verringert. Durch die Steigerung der Umsätze und der Erträge aus den Öl- und Gas-Aktivitäten sowie dem Geschäftsbereich Metalle erwarten wir für die nächsten Quartale eine steigende Eigenkapitalquote, so die KFM Deutsche Mittelstand AG.

Die Deutsche Bundesbank habe die Deutsche Rohstoff AG auf der Grundlage der vorgelegten Jahresabschlüsse 2014 bis 2016 als notenbankfähig eingestuft. Die Einstufung erfolge grundsätzlich für einen Zeitraum von einem Jahr und könne jederzeit aufgrund neuer Informationen geändert werden. Mit diesem Gütesiegel attestiere die Deutsche Bundesbank der Deutschen Rohstoff AG eine Kreditwürdigkeit, die zu einer besseren Rating-Einstufung führen könnte.

Im Juli 2016 sei die 5,625%-Anleihe der Deutsche Rohstoff AG mit Laufzeit bis zum 20.07.2021 im Volumen von 40,6 Mio. Euro platziert und 2016 um weitere rund 10 Mio. Euro sowie 2017 um weitere 15,5 Mio. Euro aufgestockt worden, sodass das ausstehende Volumen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 67,0 Mio. Euro betragen habe. Die Mittel der Anleihe würden überwiegend im Öl- und Gasgeschäft investiert. Vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten der Anleihe durch die Emittentin sei in den Anleihebedingungen ab dem 20.07.2018 zu 103%, ab dem 20.07.2019 zu 102% und ab dem 20.07.2020 zu 101% des Nennbetrags vorgesehen.

Die Deutsche Rohstoff verpflichte sich in den Anleihebedingungen u.a. zur Einhaltung einer Mindesteigenkapitalquote sowie zu einer Vermögensbindung beim Wert der Öl- und Gasreserven und der liquiden Mittel. Bei Verletzung der Mindesteigenkapitalquote und/oder der Vermögensbindung erhöhe sich die Verzinsung im ersten Jahr der Pflichtverletzung um 0,5% p.a. (Step-Up-Regelung), sodass die Anleihegläubiger für das erhöhte Risiko kompensiert würden.

Aufgrund der signifikanten Verbesserung der Ertragskraft des Portfolios und des anhaltend ertragreichen Wachstumspotenzials in Verbindung mit der Rendite von 4,05% p.a. (Kurs von 104,80% am 16.05.2018) und der attraktiven Anleihebedingungen hinsichtlich vorzeitiger Kündigung und Step-Up-Regelung bewerten wir die 5,625%-Deutsche Rohstoff-Anleihe weiterhin als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von möglichen 5 Sternen), so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (17.05.2018/alc/n/a)





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