Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihen auf Siemens - Abbau von 6.900 Arbeitsplätzen weltweit - Anleihenanalyse


24.11.17 10:00
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Siemens eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Der globale Konzern, der 1847 von Werner von Siemens und Georg Halske in Berlin gegründet worden sei, beschäftige weltweit brutto rund 350.000 Menschen. Allein 190.000 davon würden in Deutschland arbeiten und seien in 250 Geschäftsfeldern tätig, gegliedert in 16 "Bereiche".

Trotz eines operativen Gewinns von fast 10 Mrd. Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr habe das Unternehmen bereits angekündigt, weltweit etwa 6.900 Stellen abzubauen. Die Hälfte davon in Deutschland, was etwa 2% aller Arbeitsplätze entspreche. Hiervon betroffen seien die beiden Divisionen Gasturbinen und Stromerzeugungs-Dienstleistungen sowie die verarbeitenden Industrien (Process Industries and Drives). Für den Stellenabbau mache Siemens den rasanten Strukturwandel bei der fossilen Stromerzeugung und im Rohstoffsektor verantwortlich.

Besonders hart könnte es die beiden Standorte Görlitz und Leipzig treffen. Siemens habe hier bereits Überlegungen angestellt, diese Standorte vollständig zu schließen. Das Geschäft mit Gasturbinen stehe aktuell unter Druck. Grund hierfür könnte in dem subventionierten Ausbau und der Innovationskraft von erneuerbaren Energien gesehen werden.

Insgesamt sehe sich das Unternehmen selbst aber auf Kurs und so habe die Überschrift des aktuellen Quartalsberichtes vom 09.11.2017 gelautet: "Ziel erreicht - ein weiteres herausragendes Jahr für Siemens". Besonders erfreulich seien hierbei die Auftragseingänge gewesen. Diese seien im vierten Quartal mit 23,7 Mrd. Euro um 16% gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Diese positive Situation sei vor allem auf ein höheres Volumen aus Großaufträgen zurückzuführen. Auch die Umsatzerlöse hätten gesteigert werden können und sich um 2% auf etwa 22,3 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Der Gewinn nach Steuern habe um 10% auf 1,3 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr zugenommen, was einem Ergebnis je Aktie von 1,57 Euro entspreche.

Über das gesamte Geschäftsjahr 2017 gesehen, habe sich der Gewinn um 11% auf 6,2 Mrd. Euro erhöht, was vor allem mit der starken operativen Leistung zu tun habe, wie der Konzern selbst mitgeteilt habe. Mit einem Ergebnis je Aktie von 7,44 Euro habe man somit hier in der prognostizierten Bandbreite gelegen. Siemens schlage für das Geschäftsjahr vor, die Dividende um 0,10 Euro auf 3,70 Euro je Aktie zu erhöhen.

Die Siemens-Aktie werde aktuell bei EUR 114,05 (23.11.2017) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei EUR 133,10 gelegen (26.04.2017), das Jahrestief bei EUR 108,60 (08.10.2017). Bloomberg Analysten würden aktuell ein Zwölf-Monats-Kursziel von EUR 131,48 setzen. Bei Bloomberg würden 13 Analysten die Aktie auf "kaufen" und 17 auf "halten" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 8,5% Aktienanleihe auf Siemens. Der Basispreis betrage 122,00 Euro, die maximale Rendite 12,09% und der aktuelle Briefkurs 95,86%. Die Laufzeit ende am 21.09.2018. (Stand: 23.11.2017)

Interessant sei auch die Aktienanleihe auf die Siemens-Aktie, die mit einem Kupon in Höhe von 8,55% ausgestattet worden sei. Der Basispreis liege bei 125,00 Euro. Die maximale Rendite belaufe sich auf 14,41% und der aktuelle Briefkurs auf 95,89%. Die Laufzeit ende am 21.12.2018. (Stand: 23.11.2017)

Potenzielle Anleger sollten beachten, dass es sich bei sämtlichen Renditeangaben um Bruttoangaben handle. Sofern beim Anleger Erwerbsnebenkosten (z.B. Transaktionsgebühren) bzw. Erwerbsfolgekosten (z.B. Depotgebühren) anfallen würden, würden diese die spätere Nettorendite reduzieren. Wie stark die Erwerbsneben- bzw. Erwerbsfolgekosten ins Gewicht fallen würden, hänge u.a. von der Höhe des Anlagebetrags, der Haltedauer und der Höhe der Rendite ab.

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 23.11.2017) (24.11.2017/alc/a/a)





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