Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihen auf E.ON - Milliarden-Deal mit RWE - Anleihenanalyse


19.03.18 12:40
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Die langjährigen Rivalen E.ON und RWE hätten sich auf einen EUR 20 Milliarden-Deal geeinigt. Das Geschäft sehe einen umfangreichen Tausch von Aktivitäten vor und führe kurzfristig zu mehr Marktmacht.

Auf der gemeinsamen Pressekonferenz am letzten Dienstagmorgen hätten RWE-Chef Rolf Martin Schmitz und E.ON-Chef Johannes Teyssen die Details zum Milliarden-Geschäft verkündet. Der Deal sehe zunächst vor, dass E.ON die RWE-Beteiligung von 76,8 Prozent an Innogy vollständig übernehme. Im Gegenzug werde der Versorger RWE mit 16,7 Prozent an E.ON beteiligt. In einem umfangreichen Tausch von Geschäftsaktivitäten erhalte E.ON das komplette Netz- und Vertriebsgeschäft von Innogy. Die erneuerbaren Energien sollten unter dem Dach von RWE geführt werden.

Damit werde E.ON zu einem der größten Energieversorger in Europa und versorge rund 50 Millionen Kunden. E.ON-Chef Teyssen verspreche sich durch den Deal Synergien von EUR 600 bis 800 Millionen jährlich, die ab 2022 realisiert werden sollten. "Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Neuaufstellung die deutsche und europäische Energiewende im Interesse aller Kunden und im Interesse einer sicheren und nachhaltigen Versorgung besser als in der heutigen Organisation zum Erfolg bringen können", habe Teyssen auf der Pressekonferenz erklärt.

Die Gewerkschaften IG BCE und ver.di hätten bereits am 12. März in einer gemeinsamen Erklärung das Milliarden-Geschäft begrüßt. "Die Chance für alle Beteiligten liegt darin, starke und investitionsfähige Unternehmen aufzubauen und Perspektiven für Wachstum und Arbeitsplätze zu erschließen", habe ver.di-Chef, Frank Bsirske, gesagt.

Auch die Reaktionen der Anleger auf den Milliarden-Deal seien positiv ausgefallen. Aktien von RWE und E.ON seien zu Beginn der letzten Woche in die Höhe geschossen. Am Dienstag hätten sowohl RWE, als auch E.ON ihre Zahlen veröffentlicht und mit einer positiven Bilanz überzeugen können. Nach einem Rekordverlust von EUR 5,7 Milliarden im Jahr 2016 habe RWE im vergangen Jahr einen Nettogewinn von EUR 1,9 Milliarden ausweisen können. Für das Jahr 2017 habe E.ON einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von EUR 3,1 Milliarden verbuchen können. Im laufenden Jahr werde mit einem EBIT von EUR 2,8 bis 3,0 Milliarden gerechnet.

Die E.ON-Aktie werde aktuell bei EUR 9,07 (16.03.2018) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei EUR 10,81 (09.11.2017), das Jahrestief bei EUR 6,79 (17.03.2017) gelegen. Bei Bloomberg würden 17 Analysten die Aktie auf "kaufen", acht auf "halten" und drei auf "verkaufen" setzen. Bloomberg-Analysten würden aktuell ein Zwölf-Monats-Kursziel von EUR 10,52 setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 7,00% Aktienanleihe auf E.ON. Der Basispreis betrage 7,50 Euro, die maximale Rendite 2,93% und der aktuelle Briefkurs 102,61%. Die Laufzeit ende am 21.12.2018. (Stand: 16.03.2018)

Interessant sei auch die Aktienanleihe auf die E.ON-Aktie, die mit einem Kupon in Höhe von 6,00% ausgestattet worden sei. Der Basispreis liege bei 7,50 Euro. Die maximale Rendite belaufe sich auf 3,77% und der aktuelle Briefkurs auf 102,27%. Die Laufzeit ende am 15.03.2018. (Stand: 16.03.2018)

Potenzielle Anleger sollten beachten, dass es sich bei sämtlichen Renditeangaben um Bruttoangaben handle. Sofern beim Anleger Erwerbsnebenkosten (z.B. Transaktionsgebühren) bzw. Erwerbsfolgekosten (z.B. Depotgebühren) anfallen würden, würden diese die spätere Nettorendite reduzieren. Wie stark die Erwerbsneben- bzw. Erwerbsfolgekosten ins Gewicht fallen würden, hänge u.a. von der Höhe des Anlagebetrags, der Haltedauer und der Höhe der Rendite ab.

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 16.03.2018) (19.03.2018/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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