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Indonesien: Anstieg der Inflation frühestens im vierten Quartal 2021 erwartet


27.01.21 11:30
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Auf ihrer Sitzung vergangene Woche hat die Zentralbank Indonesiens den Leitzins auf einem Rekordtief von 3,75 Prozent belassen, so die Analysten von Postbank Research.

Die Währungshüter hätten die Zinsen zuletzt im November 2018 angehoben und befänden sich seit Juli 2019 in einem Leitzinssenkungszyklus. Zentralbankchef Warjiyo habe erklärt, dass ein Anstieg der Inflation frühestens im vierten Quartal dieses Jahres zu erwarten sei. Bis dahin werde die Zentralbank die Geldpolitik locker halten. Im Rahmen der Online-Veranstaltung "Davos Agenda" des Weltwirtschaftsforums habe er betont, dass die Inflation in Indonesien derzeit sehr niedrig und die Indonesische Rupiah noch unterbewertet sei, sodass Potenzial dafür bestünde, dass die Rupiah trotz der lockeren Geldpolitik gestärkt und stabilisiert werde.

Aufgrund positiver Faktoren wie dem fundamental unterbewerteten Wechselkurs oder dem relativ hohen Zinsdifferenzial zu den Industrienationen erwarte Indonesiens Zentralbankchef 2021 ausländische Portfoliozuflüsse im Wert von rund 19,6 Milliarden US-Dollar. Aktuelle Zahlen würden diese Einschätzung stützen. Nach einem Abfluss im Wert von 5 Milliarden US-Dollar in 2020 würden sich die Zuflüsse seit Jahresbeginn bereits auf 372 Millionen US-Dollar belaufen. Gestärkt durch die Kapitalzuflüsse könnte die Rupiah in den kommenden Monaten gegenüber dem Euro an Stärke gewinnen. (27.01.2021/alc/a/a)