Heidelberg Pharma: Umsatzanstieg von 88% im ersten Halbjahr - Anleihenews


11.07.19 09:45
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die Heidelberg Pharma AG (ISIN DE000A11QVV0/ WKN A11QVV) (FWB: WL6) veröffentlichte heute den Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2019 (1. Dezember 2018 - 31. Mai 2019), so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Dr. Jan Schmidt-Brand, Sprecher des Vorstands und Finanzvorstand der Heidelberg Pharma AG, kommentierte: "Wir freuen uns sehr über die positive geschäftliche Entwicklung und den deutlichen Umsatzanstieg, den wir im ersten Geschäftshalbjahr erzielt haben. Operativ hat uns besonders die Optimierung der Formulierung im Herstellungsprozess von HDP-101 beschäftigt, da der erste Ansatz noch nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt hat. Zusätzliche Arbeitsschritte, die wir zusammen mit unserem Herstellungspartner Carbogen derzeit vornehmen, verzögern gegenwärtig die Fortsetzung der Toxizitätsstudien und damit das Entwicklungsprogramm. Wir haben gute Fortschritte erzielt und gehen davon aus, dass das präklinische Datenpaket zur Beantragung der klinischen Studie im Laufe des ersten Quartals 2020 zur Verfügung stehen wird und danach die Beantragung der klinischen Studie erfolgen kann. Für einen erfolgreichen Eintritt in die klinische Prüfung hat ein ausgereifter Herstellungsprozess höchste Priorität, sodass wir zusätzlichen Zeitaufwand dafür in Kauf nehmen müssen.

Sehr erfreulich verläuft für uns die Kooperation mit Magenta. Neben einem intensiven wissenschaftlichen Austausch wurde nun auch eine vertragliche Regelung zur Belieferung mit Amanitin-Linker in GMP-Qualität verhandelt und abgeschlossen. Dies wirkt sich positiv auf unsere Umsatzentwicklung aus."

Wichtige Ereignisse in den ersten sechs Monaten 2019

- Amanitin-Herstellung nach Good Manufacturing Practice (GMP) - Materialversorgung der Partner (Supply Model): Der Technologietransfer der Amanitin-Herstellung in den Industriemaßstab war ein wichtiger Meilenstein, sowohl für die Materialversorgung der eigenen Projekte als auch für die Lizenznehmer. Dadurch ist Heidelberg Pharma nun in der Lage, seinen Lizenzpartnern das benötigte Amanitin-Linker-Material in ausreichender Menge und GMP-Qualität zur Verfügung zu stellen.

Nach der konzeptionellen Abstimmung hierzu mit dem GMP-Hersteller Carbogen AMCIS AG und dem Partner Magenta Therapeutics konnten mittlerweile auch die formellen Bedingungen vertraglich vereinbart werden. Heidelberg Pharma wird in Zusammenarbeit mit Carbogen dem Partner Magenta das benötigte Amanitin-Linker-Material in GMP-Qualität zur Verfügung stellen. Der Produktionsprozess dafür ist angelaufen.

- Posterpräsentation auf der AACR-Jahrestagung 2019: Heidelberg Pharma präsentierte im März auf der Jahrestagung der American Association of Cancer Research (AACR) in Atlanta ein Poster über präklinische Daten zu einem ATAC, das gegen das Brustkrebs-Antigen HER2 gerichtet ist. Diese Daten aus einer experimentellen Fallstudie zeigen, dass das HER2-ATAC das Potenzial hat, auch gegen Tumore mit niedriger HER2-Expression, wie bei dreifach negativem Brustkrebs (TNBC), und präferenziell auf Tumorzellen mit aggressiven Verlaufsformen im Zusammenhang mit einer 17p-Deletion zu wirken.

- IND-Genehmigung und Meilensteinzahlung vom Partner Link Health: Im Januar 2019 hat Heidelberg Pharma bekanntgegeben, dass der IND-Antrag für die Durchführung eines klinischen Programms mit MESUPRON(R) in China Ende 2018 genehmigt wurde. Mit der grundsätzlichen IND-Genehmigung wurde eine Meilensteinzahlung an Heidelberg Pharma fällig und 421 Tsd. Euro ertragswirksam vereinnahmt.

Nachtragsbericht

- Meilensteinzahlung vom Partner Telix erhalten: Nach Ende der Berichtsperiode hat Heidelberg Pharma im Juni bekanntgegeben, dass sie von ihrem Kooperationspartner Telix Pharmaceuticals eine Meilensteinzahlung in Höhe von 250 Tsd. USD erhalten hat. Telix hat nach Lizenzierung des bildgebenden, radioaktiv markierten Antikörpers TLX250-CDx (vormals REDECTANE(R)) einen neuen und modernisierten Produktionsprozess für die Herstellung des Antikörpers Girentuximab aufgesetzt. Im Zuge dieses Prozesses wurde nun einer der vertraglich definierten Meilensteine erreicht und die Zahlung fällig.

Finanzergebnisse der ersten sechs Monate im Geschäftsjahr 2019

Der Heidelberg Pharma-Konzern (Heidelberg Pharma), bestehend aus der Heidelberg Pharma AG und der Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma Research GmbH, berichtet konsolidierte Zahlen.

Der Heidelberg Pharma-Konzern erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 Umsatzerlöse und Erträge in Höhe von 4,1 Mio. Euro und konnte damit die Vorjahressumme (2,2 Mio. Euro) deutlich übertreffen. Darin enthalten sind Umsatzerlöse in Höhe von 3,8 Mio. Euro, die im Vergleich zum Vorjahr (2,0 Mio. Euro) um 88 % gestiegen sind und im Wesentlichen aus den Kooperationsvereinbarungen für die ATAC-Technologie inklusive Materialversorgung der Partner sowie dem Servicegeschäft der Heidelberg Pharma Research stammen.

Die sonstigen Erträge lagen mit 0,3 Mio. Euro leicht oberhalb des Vorjahresniveaus (0,2 Mio. Euro) und setzen sich im Wesentlichen aus der Weiterberechnung von Patentkosten, aus EU-Fördermitteln aus dem Rahmenprogramm Horizon 2020 und aus der Auflösung nicht in Anspruch genommener abgegrenzter Verbindlichkeiten zusammen (jeweils 0,1 Mio. Euro).

Die betrieblichen Aufwendungen, einschließlich der Abschreibungen, betrugen in der Berichtsperiode 8,4 Mio. Euro und lagen damit plangemäß über dem Wert des Vorjahres (6,9 Mio. Euro).

Der Periodenfehlbetrag im ersten Halbjahr konnte von 4,7 Mio. Euro in der Vergleichsperiode 2018 auf 4,3 Mio. Euro verringert werden. Dies ist bei gestiegenen Aufwendungen auf die höheren Umsatzerlöse zurückzuführen. Das Ergebnis je Aktie betrug -0,15 Euro und hat sich analog dazu gegenüber dem Vorjahr (-0,17 Euro) verbessert.

Heidelberg Pharma verfügte zum 31. Mai 2019 über liquide Mittel in Höhe von 13,1 Mio. Euro (30. November 2018: 19,4 Mio. Euro). Der durchschnittliche Finanzmittelbedarf in den ersten sechs Monaten betrug 1,1 Mio. Euro pro Monat (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro).

Die Bilanzsumme zum Ende der Berichtsperiode betrug 27,0 Mio. Euro und lag damit unterhalb des Wertes des Vergleichsstichtages 30. November 2018 (31,2 Mio. Euro). Das Eigenkapital belief sich zum Ende der Berichtsperiode auf 21,6 Mio. Euro (30. November 2018: 25,9 Mio. Euro), was einer Eigenkapitalquote von 80,0 % entspricht (30. November 2018: 83,0 %).

Die Ende März 2019 abgegebene Finanzprognose für das laufende Geschäftsjahr wird bestätigt.

Detaillierte Zahlen können Sie unter dem folgenden Link abrufen: https://heidelberg-pharma.com/files/20190711_PI_Q2_2019_dt_final.pdf (11.07.2019/alc/n/a)





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