FED hebt Leitzins an - Weitere Leitzinserhöhungen in Aussicht gestellt


21.12.18 11:45
National-Bank AG

Essen (www.anleihencheck.de) - Wie von den Märkten erwartet, erhöhte das FOMC der US-Notenbank am Mittwoch die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf ein Intervall von 2,25 bis 2,50%, so die Analysten der National-Bank AG.

Die FED habe für den weiteren Verlauf noch weitere Leitzinserhöhungen in Aussicht gestellt, habe aber Hinweise darauf gegeben, dass der Leitzinspfad ggf. auch flacher verlaufen könnte als bislang gedacht. In der Tat seien die Projektionen um einen Schritt für das nächste Jahr gesenkt worden. Bemerkenswert sei aus Sicht der Analysten der National-Bank AG vor allem, dass die obersten Notenbanker das moderatere Vorgehen mit einem Rekurs sowohl auf die Lage an den Finanzmärkten als auch auf die globalen Risiken begründet hätten. Zu Recht zolle die FED hier ihrer globalen Verantwortung Tribut: Sie sei eben keine Notenbank, die ihre Zinspolitik ausschließlich an den binnenwirtschaftlichen Parametern ausrichten könne, sondern auch stets die Weltwirtschaft im Auge haben müsse.

Aus der Sicht der FED würden die Perspektiven für die US-Ökonomie derweil brettsolide bleiben: Auch nach der Wahrnehmung der US-Notenbank bleibe die Konjunktur in den USA sehr robust. Bemerkenswert sei hier vor allem die Anhebung des Potenzialpfades - also des gleichgewichtigen Wachstumspfades der US-amerikanischen Volkswirtschaft - von 1,8% auf 1,9% gewesen. Aus Sicht der Analysten der National-Bank AG werde vor allem die Tragweite des US-Aufschwungs weiterhin unterschätzt: Im Jahre 2019 dürfte das Wachstum in den USA mit 2,6% weiterhin sehr robust ausfallen, viele Kennzahlen würden darauf verweisen, dass sich die US-Expansion dann auch noch in den Folgejahren fortsetzen werde. Die finanzielle Konstitution der US-Haushalte bleibe etwa so ausgezeichnet, dass der private Konsum die Expansion noch Jahre tragen könne. Darüber hinaus würden einschlägige Frühindikatoren unverändert auf eine Rekordindikation für anziehende US-Investitionen verweisen. Schließlich bleibe der Preisdruck - vor allem in Relation zur sehr guten Beschäftigungsentwicklung - so moderat, dass die US-Notenbank weiterhin Spielraum habe, die US-Expansion mit moderaten Zinssätzen zu flankieren. (21.12.2018/alc/a/a)