FED: Graduelle Leitzinserhöhungen gerechtfertigt


29.06.18 10:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der globale Handelsstreit macht sich bei Stimmungsindikatoren bemerkbar, so die Analysten der Helaba.

Vor allem europäische Indices hätten zuletzt nachgegeben und auf eine Abschwächung der konjunkturellen Dynamik hingewiesen. In den USA sei die Stimmung vergleichsweise gut, obwohl die Wirtschaft vom Handelsstreit ebenfalls betroffen sei. Dies gelte auch mit Blick auf den Chicago-PMI, wenngleich er sein sehr hohes Niveau nicht ganz halten dürfte. Das Michigan Sentiment - die wichtigste Verbraucherumfrage des Landes - sollte die Vorabschätzung einer Erholung im laufenden Monat bestätigen. Der Index liege zudem auf einem sehr hohen Niveau, sodass mit einer anhaltend robusten Konsumbereitschaft zu rechnen sei. Dafür würden auch der Arbeitsmarkt und der allmähliche Lohnanstieg sprechen. Insofern seien die Vorgaben für die Konsumausgaben, die heute ebenfalls zur Veröffentlichung anstünden, positiv.

Auf Interesse stoße der PCE-Kerndeflator. Das von der US-Notenbank bevorzugte Inflationsmaß dürfte auf 1,9% und damit das höchste Niveau seit Anfang 2017 gestiegen sein. Darauf lasse der kettengewichtete Verbraucherpreisindex schließen. Insofern bleibe der positive Konjunktur- und Inflationsausblick in den USA intakt und die US-Notenbank werde in ihrem Vorhaben bestätigt, die Politik gradueller Leitzinserhöhung in diesem und im nächsten Jahr fortzusetzen. Demgegenüber habe es die Europäische Zentralbank mit der Zinswende nicht besonders eilig. Zwar dürfte die EWU-Teuerung vorläufigen Angaben zufolge auf 2,0% steigen und damit das EZB-Ziel erreichen, die Kerninflation sei aber weiterhin niedrig und lasse die Notenbanker vorsichtig agieren. (29.06.2018/alc/a/a)




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