Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und Europa sorgt für steigende Risikobereitschaft unter den Investoren


27.07.18 13:15
Börse Stuttgart

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Verluste am US-Rentenmarkt und der damit einhergehende Anstieg der US-Renditen haben die Kurse deutscher Staatsanleihen zu Beginn der Handelswoche mit nach unten gezogen, so die Börse Stuttgart.

Der Euro-Bund-Future sei am Montagnachmittag um 0,18 Prozent auf 162,16 Punkte gefallen. Damit habe er an die Kursverluste vom vergangenen Freitag angeknüpft. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei im Gegenzug auf 0,40 Prozent gestiegen. Am Dienstag hätten sich die Kurse wieder leicht erholen können, der Euro-Bund-Future sei wieder leicht auf 162,31 Punkte angestiegen. Gestützt worden seien Bundesanleihen von enttäuschenden Konjunkturdaten aus der Eurozone: Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsinstituts Markit für die Eurozone sei im Juli stärker als erwartet gefallen. Vor allem der schwächelnde Dienstleistungssektor habe belastet, während sich die Lage in der Industrie trotz der Handelskonflikte verbessert habe. Auch die deutsche Wirtschaft habe einen überraschenden Wachstumsschub verzeichnet.

Am Donnerstag sei erneut Bewegung in den Rentenmarkt gekommen: Nach der unerwarteten Einigung im Zollstreit beim Treffen zwischen Jean-Claude Juncker und Donald Trump, seien die Renditen deutscher Staatsanleihen angestiegen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei nach Handelsstart um 0,02 Prozentpunkte auf 0,42 Prozent geklettert. Der Bund-Future habe bei 161,98 Punkten gelegen. Die Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und Europa habe für steigende Risikobereitschaft unter den Investoren gesorgt, weshalb vermeintlich sichere Anleihen verkauft worden seien. (27.07.2018/alc/a/a)