EZB plant mit stabilen Leitzinsen bis Sommerende 2019


15.06.18 08:10
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Der EZB-Rat beließ gestern die Leitzinsen, d.h. den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität unverändert bei 0,0% bzw. 0,25% und -0,40%, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Der derzeitige Nettoerwerb von Vermögenswerten im Umfang von monatlich 30 Mrd. EUR solle bis Ende September 2018 fortgeführt werden. Man beabsichtige ab Oktober 2018 bis Dezember 2018 das monatliche Kaufvolumen auf 15 Mrd. EUR zu reduzieren und dieses Kaufprogramm dann auslaufen zu lassen. Der EZB-Rat rechne damit, die Leitzinsen mindestens bis zum Ende des Sommers 2019 auf dem aktuellen Niveau zu belassen. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten nun die erste Anhebung des Einlagesatzes um 15 BP auf dann -0,25% erst im Oktober 2019 (bisher: Juni 2019) erwarten. Bei den makroökonomischen Projektionen der EZB-Experten werde mit Blick auf die Inflation nun sowohl für das laufende als auch die beiden kommenden Jahre jeweils ein Jahresplus von 1,7% unterstellt. Beim BIP-Wachstum der Eurozone werde für 2018 ein Zuwachs von 2,1% prognostiziert (bisher: 2,4%), gefolgt von 1,9% für 2019 und 1,7% für 2020.

Trotz der Ankündigung der EZB die Assetkäufe Ende 2018 zu beenden, habe die Ankündigung dominiert, die Leitzinsen bis Ende des Sommers 2019 konstant zu halten. Der Euro habe vor diesem Hintergrund zum US-Dollar auf unter 1,16 USD nachgegeben. (15.06.2018/alc/a/a)




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