EZB-Ratsmitglied Nowotny befürwortet raschere Anhebung der Leitzinsen


07.08.18 10:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die USA warten heute datenseitig lediglich mit den offenen Stellen (JOLTS) auf, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Laut Umfrage werde für Juli mit 6.625 Tausend offenen Stellen gerechnet, nur unwesentlich weniger als im Monat davor und in der Nähe des Rekordstandes vom Mai. D. Trump wechsele die politische Bühne.

Seit heute 6:00 seien US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft getreten. In einer zweiten Phase ab 4. November solle der Iran vom internationalen Zahlungsverkehr und den Ölexporten abgekoppelt werden.

Der Handelskonflikt wirke indessen weiter und treibe den USD-Index in die Nähe des Jahreshochs von 95,62 Indexpunkten. EUR/USD komme näher an die 1,15 nachdem die gestern veröffentlichten deutschen Auftragseingänge den schärfsten monatlichen Rückgang seit 1,5 Jahren verzeichnet haben. Auch das Britische Pfund schwächele aufgrund gehäufter Kommentare von offizieller Seite, dass Großbritannien ohne Deal aus der EU scheiden könnte.

Die italienischen 2-jährigen Renditen hätten ihren - nach dem Beschluss des Budgetrahmens für 2019 - begonnenen Abwärtstrend fortgesetzt und gestern die 1%-Marke nach unten durchbrochen.

In der Eurozone stehe heute Deutschland mit der Veröffentlichung der Industrieproduktion im Blickpunkt. Diese habe im Mai merklich zugelegt. Für Juni würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG aufgrund der bereits vorliegenden Daten zur Automobilproduktion sowie des von ihnen erwarteten Rückgangs der Bauproduktion einen Rückgang von 1,1% p.m. erwarten.

Zinsseitig befürworte EZB-Ratsmitglied E. Nowotny laut Interview eine raschere Anhebung der Leitzinsen. (07.08.2018/alc/a/a)