Deutsche Rohstoff: Öl-Preis steigt, Produktion wird angekurbelt - Anleihenews


13.01.21 12:01
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Die Deutsche Rohstoff AG gibt zu Jahresbeginn einen Überblick über die Entwicklungen im Konzern und den einzelnen Beteiligungen, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Neben einem Rückblick auf das Corona-Jahr 2020 blicke das Unternehmen auch auf seine Vorhaben in 2021. Der zuletzt auf über 50 USD gestiegene US-Ölpreis WTI gelte dabei als wichtiger Baustein für den Ausbau und die Wiederaufnahme der Öl-Produktion. Die beiden aktuell am Kapitalmarkt platzierten Anleihen der Deustche Rohstoff AG würden gegenwärtig um die 100% notieren.

Öl-Produktion in 2021

Insgesamt plane die Deutsche Rohstoff AG aus den bereits bestehenden Bohrungen im Laufe des Jahres 2021 eine Nettoproduktion von 5.700 bis 6.300 Barrel Öläquivalent pro Tag (BOEPD) bzw. 2.300 bis 2.600 Barrel Öl pro Tag (BOPD). In der Entwicklung befindliche und geplante Bohrungen seien nicht Teil dieser Mengenprognose. Für 2021 seien laut Deutsche Rohstoff aktuell Hedging-Kontrakte für rund 45% der erwarteten Ölproduktion abgeschlossen. Der gesicherte Preis liege bei rund 45 USD/Barrel. Weitere Hedging Kontrakte sollten laufend hinzugefügt werden.

"Insgesamt haben wir einen guten Start in das Jahr 2021 verzeichnet, insbesondere da der US-Ölpreis zum Jahresbeginn über 50 USD/Barrel gestiegen ist. Für den weiteren Jahresverlauf sind wir bezüglich der Preise ebenfalls optimistisch. Wir haben deshalb beschlossen, unsere Produktion kurzfristig deutlich zu erhöhen. Auch für den Metallbereich sehen wir deutlich verbesserte Aussichten", so Thomas Gutschlag, CEO der Deutsche Rohstoff AG.

Verlust-Geschäftsjahr 2020

Im Jahr 2020 habe der Deutsche Rohstoff Konzern insgesamt rund 700.000 BO verkauft und dabei einen durchschnittlichen Ölpreis nach Hedges von 54 USD/Barrel realisiert. Der durchschnittliche WTI Preis habe im vergangenen Jahr ca. 39 USD/Barrel betragen.

Die aktuelle Prognose für das Konzernergebnis 2020 gehe weiterhin von einem EBITDA von 23-26 Mio. Euro, einem Umsatz von 37-40 Mio. Euro und einem Konzernverlust von 15-18 Mio. Euro aus. Das Konzernergebnis werde, wie schon zum Halbjahresabschuss 2020 berichtet, durch nicht zahlungswirksame Abschreibungen in Höhe von 17,2 Mio. Euro belastet.

Im Rahmen der Corona-Krise habe die Deutsche Rohstoff AG ein Portfolio an liquiden Aktien- und Anleihe-Investitionen in Bergbauunternehmen, insbesondere Gold, sowie Ölunternehmen aufgebaut. Im Laufe des Jahres 2020 habe die Deutsche Rohstoff für das ab März aufgebaute Portfolio bereits 3,5 Mio. Euro Ertrag realisieren können. Zudem bestünden noch unrealisierte Erträge in Höhe von ca. 8 Mio. Euro.

Deutsche Rohstoff-Anleihen würden um 100% notieren

ANLEIHE CHECK: Die fünfjährige Unternehmensanleihe 2019/24 (ISIN DE000A2YN3Q8 / WKN A2YN3Q) der Deutsche Rohstoff AG habe ein Volumen von bis zu 100 Mio. Euro. Die Anleihe werde jährlich mit 5,25% verzinst, die Zinsauszahlung erfolge dabei halbjährlich. Derzeit notiere die Anleihe bei 99% (Stand: 12.01.2021).

ANLEIHE CHECK: Die Anleihe 2016/21 der Deutsche Rohstoff AG laufe noch bis zum 20.07.2021. Die Anleihe, die ein Maximalvolumen von bis zu 75 Millionen Euro aufweise, werde jährlich mit 5,625% verzinst. Aktuell notiere die Anleihe bei 101,50% (Stand: 12.01.2021).

Deutsche Rohstoff-Beteiligungen

Die 88,5%-Beteiligung Cub Creek Energy habe die Öl- und Gasproduktion vom Olander-Bohrplatz wie geplant zum Jahresbeginn wieder aufgenommen. Sie sei im Zuge des Preisrückgangs im vergangenen Jahr komplett eingeschlossen worden. Für das laufende Jahr plane das Management mit einer durchschnittlichen Brutto-Tagesproduktion von rund 2.200 Barrel Öl vom Olander-Bohrplatz, die je nach Ölpreisniveau nach oben oder unten angepasst werden könnte. Die älteren Bohrplätze Vail, Markham, Haley und Litzenberger würden bereits seit Anfang Oktober wieder rund 1000 BOPD (brutto) und damit im Rahmen der Erwartungen produzieren.

Voraussichtlich ab Februar werde Cub Creek neue Bohrungen vom Knight-Bohrplatz abteufen. Möglich seien bis zu 12 Bohrungen mit 2,25 Meilen horizontaler Länge. Ob alle 12 Bohrungen niedergebracht würden, hänge laut Deutsche Rohstoff im Wesentlichen von der weiteren Ölpreisentwicklung ab. Cub Creek habe einen sehr flexiblen Vertrag mit der Bohrfirma geschlossen, der eine kurzfristige Entscheidung über die Anzahl der Bohrungen ermögliche. Produktionsbeginn für die neuen Bohrungen werde voraussichtlich im vierten Quartal 2021 sein.

Bright Rock Energy (DR-Beteiligung: 95,2%) produziere aus den bestehenden Bohrungen in Utah und den neu erworbenen Bohrungen in Wyoming aktuell rund 400 BOEPD. Rund die Hälfte entfalle davon auf die neu erworbenen Bohrungen in Wyoming. Im Juni 2020 habe Bright Rock die Akquisition von rund 30.000 acres Flächen im Powder River Basin in Wyoming abschließen können. Aufgrund des Preisanstieges liege die Wirtschaftlichkeit der Akquisition bereit jetzt deutlich über der Planungsrechnung zum Akquisitionszeitpunkt.

Bright Rock plane für die weitere Entwicklung der Flächen aktuell ein Bohrprogram und zahlreiche zusätzliche Bohrgenehmigungen. Das Bohrprogramm werde voraussichtlich mit einer Bohrung im Jahr 2021 beginnen. Die Bohrung diene laut Deutsche Rohstoff dazu, einen Großteil der erworbenen Flächen langfristig zu sichern, ohne dass dann weitere Bohrverpflichtungen bestünden. In Summe würden die erworbenen Flächen Potenzial für bis zu 100 Bohrungen bieten, deren wirtschaftliches Potenzial durch das erste Bohrprogramm bestätigt werden solle.

Elster Oil & Gas (DR-Beteiligung: 93%) produziere weiterhin planmäßig. Die aktuelle Nettoproduktion liege bei ca. 850 BOEPD (375 BOPD). Die Gesellschaft habe keine Bohrverpflichtungen oder Verbindlichkeiten und liefere einen kontinuierlichen Freien Cash Flow nach Abzug aller Kosten, der im Jahr 2020 bei rund 7 Mio. USD gelegen habe.

Die 12,8%-Beteiligung Almonty Industries habe Anfang Dezember bekannt gegeben, dass sie die Projektfinanzierung mit der KfW-IPEX Bank über 74 Mio. USD zum Bau der Sangdong Mine in Südkorea unterschrieben habe. Die bisherige Produktion von Almonty aus den Minen in Portugal und Spanien werde sich mit Inbetriebnahme von Sangdong ab Ende 2022 vervielfachen. Der Abnehmer der zusätzlichen Wolframkonzentrate, die Plansee-Gruppe aus Österreich, werde im Zusammenhang mit der Finanzierung Garantien in Höhe von rund 30 Mio. USD übernehmen. Ende des Jahres habe die Deutsche Rohstoff AG eine Kapitalerhöhung bei Almonty mitgezeichnet. Voraussichtlich werde im 1. Quartal der notwendige Eigenkapitalbeitrag zur Projektfinanzierung zur Verfügung stehen. Die Arbeiten an der Mine in Südkorea würden bereits laufen.

Die Aktie von Almonty habe im vergangenen Jahr rund 52 Prozent zulegen können. Die Deutsche Rohstoff AG sehe erhebliches weiteres Potenzial, da Sangdong nicht nur die aussichtsreichste Wolfram-Mine weltweit darstelle, sondern auch über ein Molybdän-Vorkommen mit hohen Gehalten verfüge. Beide Metalle würden als kritisch für viele neue industrielle Anwendungen gelten, würden aber derzeit hauptsächlich aus China geliefert. Die Preise für fast alle Industriemetalle, auch für Wolfram, hätten laut Deutsche Rohstoff in den letzten Monaten zugelegt.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 12.01.2021) (13.01.2021/alc/n/a)






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