Deutsche Börse AG: Starkes Wachstum im Q4 und GJ 2018 - Dividendenerhöhung um 10% vorgeschlagen - Anleihenews


14.02.19 08:45
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) hat am Mittwoch ihre vorläufigen Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2018 veröffentlicht, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Das Unternehmen erzielte im Gesamtjahr Nettoerlöse in Höhe von 2.770,4 Mio. EUR, was einem Anstieg von 13 Prozent gegenüber denen des Vorjahres entspricht (2017: 2.462,3 Mio. EUR). Dabei erreichte die Deutsche Börse ein leicht über der Planung liegendes strukturelles Wachstum der Nettoerlöse von rund 6 Prozent. Zudem stiegen die zyklisch bedingten Nettoerlöse ebenfalls um rund 6 Prozent, was maßgeblich auf eine höhere Aktienmarktvolatilität und gestiegene US-Zinsen zurückzuführen ist. Weiteres Nettoerlöswachstum von rund 1 Prozent ist auf den zusätzlichen Erlösbeitrag durch die im Jahr 2018 akquirierten Unternehmen zurückzuführen. Die bereinigten operativen Kosten lagen mit 1.096,0 Mio. EUR wie geplant um 5 Prozent über denen des Vorjahres (2017: 1.039,5 Mio. EUR). Bereinigt wurden die operativen Kosten um Sondereffekte in Höhe von rund 244 Mio. EUR, maßgeblich für die im Rahmen der "Roadmap 2020" angestoßenen strukturellen Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Effizienz. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) lag bei 1.678,6 Mio. EUR und damit um 17 Prozent über dem des Vorjahres (2017: 1.431,1 Mio. EUR). Der bereinigte den Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnende Periodenüberschuss (im Folgenden "Konzern-Periodenüberschuss") stieg um 17 Prozent auf 1.002,7 Mio. EUR (2017: 857,1 Mio. EUR). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie, bereinigt um Sondereffekte, betrug 5,42 EUR (2017: 4,59 EUR).

Für das Geschäftsjahr 2018 schlägt der Vorstand der Deutsche Börse AG einen Anstieg der Dividende um 10 Prozent auf 2,70 EUR je Aktie vor (2017: 2,45 EUR je Aktie). Der Vorschlag entspricht einer Ausschüttungsquote von 49 Prozent des bereinigten Konzern-Periodenüberschusses und liegt damit im Rahmen der Ausschüttungspolitik der Gruppe. Die Dividende bedarf noch der formellen Zustimmung des Aufsichtsrats der Deutsche Börse AG, der bereits seine Unterstützung ausgedrückt hat, und der Aktionäre der Deutsche Börse AG bei der Hauptversammlung am 8. Mai 2019.

Nach dem starken Wachstum im Jahr 2018 sind die Erwartungen der Gruppe Deutsche Börse an das Jahr 2019 vor dem Hintergrund einer generellen wirtschaftlichen Abkühlung, gestiegener ökonomischer Risiken und politischer Unwägbarkeiten etwas verhaltener. Dennoch erwartet das Unternehmen auch für 2019 einen Anstieg der Nettoerlöse aus strukturellen Wachstumschancen von mindestens 5 Prozent. In Verbindung mit seinem effizienten Kostenmanagement, rechnet das Unternehmen für den bereinigten Konzern-Periodenüberschuss im Jahr 2019 mit einem Wachstum von rund 10 Prozent. Abhängig von der Entwicklung der Aktienmarktvolatilität könnte das Wachstum des Konzern-Periodenüberschuss auch etwas höher oder niedriger ausfallen.

Gregor Pottmeyer, Finanzvorstand der Deutsche Börse AG, sagte: "Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir die Nettoerlöse strukturell um rund 6 Prozent steigern und lagen damit leicht über Plan. Zusätzlich haben auch die zyklisch bedingten Nettoerlöse deutlich zugelegt. Damit lagen wir mit einem Wachstum des bereinigten Konzern-Periodenüberschuss um 17 Prozent deutlich über unseren Mittelfristzielen. Unsere Aktionäre werden über ein zweistelliges Dividendenwachstum angemessen an dieser Entwicklung beteiligt."

Dr. Theodor Weimer, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse AG, sagte: "Die Gruppe Deutsche Börse kann auf ein wirklich gutes Jahr 2018 zurückblicken. Auch haben wir wichtige strategische Weichen gestellt. Für das laufende Geschäftsjahr sind unsere Erwartungen aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds etwas verhaltener. Die zyklischen Risiken steigen und die politischen Risiken sind schwer abschätzbar. Dennoch sind wir zuversichtlich, auch weiterhin deutlich aus eigener Kraft wachsen zu können. Zudem werden Wert schaffendes externes Wachstum und die weitere konsequente Nutzung neuer Technologien im Fokus stehen. Wir bestätigen daher unsere "Roadmap 2020"-Mittelfristziele."

Vorläufiges Ergebnis Q4/2018

Im vierten Quartal 2018 stiegen die Nettoerlöse gegenüber denen des Vorjahresquartals um 16 Prozent auf 740,4 Mio. EUR (Q4/2017: 639,0 Mio. EUR). Bis auf das Segment Xetra (Wertpapierhandel) haben alle Bereiche der Gruppe zugelegt. Besonders deutlich ist das Segment Eurex (Finanzderivate) gewachsen, was insbesondere auf die höhere Aktienmarktvolatilität zurückzuführen ist. Daneben haben die Segmente EEX (Commodities) und Clearstream (Nachhandel) maßgeblich zum Nettoerlöswachstum beigetragen. Das Wachstum im Segment Clearstream wurde dabei insbesondere von den Nettozinserträgen aus dem Bankgeschäft beeinflusst: Diese stiegen auf Gruppenebene deutlich auf 60,0 Mio. EUR (Q4/2017: 37,1 Mio. EUR). Im Wesentlichen ist diese Zunahme auf das höhere Zinsniveau in den USA zurückzuführen.

Die operativen Kosten lagen im Berichtszeitraum mit 458,9 Mio. EUR deutlich über denen des Vorjahresquartals (Q4/2017: 323,3 Mio. EUR). Der Anstieg ist u. a. auf höhere Sondereffekte in der Berichtsperiode zurückzuführen. Die Sondereffekte lagen im vierten Quartal 2018 bei 140,4 Mio. EUR (Q4/2017: 21,7 Mio. EUR). Sie enthielten maßgeblich Kosten für Effizienzmaßnahmen und Rechtsstreitigkeiten. Bereinigt um diese Sondereffekte stiegen die operativen Kosten um 6 Prozent auf 318,5 Mio. EUR (Q4/2017: 301,6 Mio. EUR). Das Ergebnis strategischer Beteiligungen belief sich im vierten Quartal maßgeblich aufgrund von Wertminderungen bei Beteiligungen auf –2,0 Mio. EUR (Q4/2017: 74,4 Mio. EUR). Im Vorjahresquartal hat die Veräußerung der Anteile an der ICE US Holding Company L.P. zu einem positiven Sondereffekt geführt. Bereinigt lag das Ergebnis strategischer Beteiligungen im Vorjahr bei 0,9 Mio. EUR.

Das EBITDA der Gruppe Deutsche Börse lag in der Berichtsperiode bei 279,5 Mio. EUR (Q4/2017: 390,1 Mio. EUR). Ohne die beschriebenen Sondereffekte erzielte die Gruppe ein EBITDA von 419,9 Mio. EUR, was einem Anstieg von 24 Prozent gegenüber dem des Vorjahres entspricht (Q4/2017: 338,3 Mio. EUR).

Abschreibung und Wertminderungsaufwand sind im vierten Quartal auf 66,7 Mio. EUR gestiegen (Q4/2017: 43,7 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert maßgeblich aus leicht höheren regulären Abschreibungen, sowie Wertminderungen auf Software im Segment Clearstream. Bereinigt um Sondereffekte lagen Abschreibung und Wertminderungsaufwand bei 63,2 Mio. EUR (Q4/2017: 42,6 Mio. EUR). Das Finanzergebnis der Gruppe belief sich auf -28,4 Mio. EUR (Q4/2017: -24,2 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert aus Rückstellungen für Zinsen auf mögliche Steuernachzahlungen.

Damit belief sich der Konzern-Periodenüberschuss auf 140,0 Mio. EUR (Q4/2017: 213,6 Mio. EUR). Ohne die beschriebenen Sondereffekte lag er bei 230,5 Mio. EUR (Q4/2017: 194,0 Mio. EUR). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,77 EUR (Q4/2017: 1,15 EUR). Bereinigt um Sondereffekte lag das unverwässerte Ergebnis je Aktie bei 1,25 EUR (Q4/2017: 1,04 EUR), was einem Anstieg von 20 Prozent entspricht. (Pressemitteilung vom 13.02.2019) (14.02.2019/alc/n/a)





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