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Deutsche Bank baut radikal um


12.07.19 10:06
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Nach einigen Restrukturierungsversuchen in der Vergangenheit präsentierte die Deutsche Bank am 7. Juli das bisher weitreichendste Transformationsprogramm, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Nebst einem Stellenabbau von rund 18.000 Mitarbeitern, liege der Fokus auf der Auflassung des "Global Equities (Sales & Trading)" Geschäfts sowie auf einer signifikanten Reduzierung der risikogewichteten Aktiva im Segment CIB (Unternehmens- und Investmentbank). Übrigbleiben solle vom Equity Geschäft nur ein fokussierteres Aktienemissionsgeschäft. Ebenso werde der Handel mit Zinsprodukten stark eingeschränkt. Dadurch solle laut Bank die risikogewichteten Aktiva (RWA) in diesen Bereichen um rund 40% reduziert werden.

Zusätzlich werde eine "Bad Bank" (CRU) gegründet, um Bilanzpositionen effizient abzuwickeln, die vorwiegend aus den oben genannten Bereichen kommen würden. Die Größenordnung solle rund EUR 74 Mrd. RWA und rund EUR 288 Mrd. an Leverage Exposure betragen. Durch die jüngsten Regeländerungen in Bezug auf ADIs im AT1 Bereich erwarte die Bank die Kuponzahlungen auf ausstehende AT1 Anleihen normal zu bedienen. Ebenso sei geplant die CET1 Ratio nicht unter 12,5% sinken zu lassen und die Leverage Ratio bis 2022 auf 5% zu verbessern. (News vom 11.07.2019) (12.07.2019/alc/n/a)