Deutsche Anleihen zum Wochenstart kaum verändert


08.05.18 09:30
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Eine sinkende Auslandsnachfrage (-2,6%) hat bei der deutschen Industrie im März überraschend den dritten Monat in Folge für einen Auftragsrückgang gesorgt, so die Analysten der Nord LB.

Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitgeteilt habe, seien bei den Unternehmen 0,9% weniger Orders eingegangen als im Vormonat. Im Februar habe es nach endgültigen Zahlen ein Minus von 0,2% (vorläufig: +0,3%) gegeben. Dennoch liege die Reichweite der Bestellungen derzeit mit 5,6 Monaten auf dem höchsten Niveau seit Beginn der statistischen Erhebung. "Trotz des leichten Dämpfers bei den Aufträgen im ersten Quartal dürfte die Industriekonjunktur aufwärtsgerichtet bleiben", habe es weiter geheißen.

Chinas Exporte seien mitten im Handelsstreit mit den USA im April überraschend kräftig gestiegen. Sie hätten binnen Jahresfrist um 12,9% zugelegt und damit doppelt so stark wie von Experten erwartet. Auch die Importe seien mit einem Plus von 21,5% unerwartet deutlich gewachsen. Der von den USA massiv kritisierte Handelsüberschuss sei mit 28,78 Mrd. USD ebenfalls stärker als erwartet ausgefallen.

Deutsche Anleihen hätten sich zum Wochenstart kaum verändert präsentiert. Die am Vormittag veröffentlichten, schwächeren deutschen Konjunkturdaten hätten dabei kaum Einfluss auf das Geschehen gehabt. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe bei 159,31 (159,08) Punkten gelegen, die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei auf 0,53% (0,55%) gesunken. Ohne größere Impulse seien US-Anleihen gestern nahezu ohne Veränderung geblieben. Lediglich Longbonds seien um 2/32 Punkte nach oben geklettert. Sie hätten mit 3,12% rentiert. (08.05.2018/alc/a/a)