Deutsche Anleihen: Wenig Bewegung


07.05.18 08:45
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - USA und China haben bei ihren Verhandlungen zum Handelskonflikt am Freitag Einigung lediglich darüber erzielt, den Disput im Dialog lösen zu wollen, so die Analysten der Nord LB.

Alle relevanten Fragen sollten offen, effizient und konstruktiv diskutiert worden sein. US-Arbeitsmarktdaten seien nur optisch erfreulich: Solider Stellenaufbau und rückläufige Arbeitslosenquote bei allerdings nur geringem Lohnanstieg. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft in der Euro-Zone und ihrer größten Volkswirtschaft Deutschland habe laut Markit im April zwar das schwächste Wachstum seit 16 Monaten gezeigt, bewege sich aber immer noch auf hohem Niveau. Da auch die Geschäftsaussichten als schlecht eingestuft würden, zeichne sich eine weitere Abkühlung in den nächsten Monaten ab.

Die wesentlichen konjunkturellen Impulse würden in der neuen Woche am Donnerstag erwartet: Obwohl beim GBP ein Zinsschritt bereits ausgemachte Sache schien, erwarten wir von der Sitzung der Bank of England keine geldpolitische Veränderung, so die Analysten der Nord LB. Bei Bekanntgabe der US-Konsumentenpreise für April würden sie mit wieder stärkerem monatlichen Preisdruck - um 0,3% M/M - und weiterem Anziehen der Jahresrate auf 2,5% rechnen.

Er habe wenig Bewegung bei deutschen Anleihen gegeben, die leicht verloren hätten, Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) -0,18 auf 159,08 Punkte. US-Anleihen hätten mit leichten Kursgewinnen auf den US-Arbeitsmarktbericht reagiert. Festverzinsliche Wertpapiere seien durch die enttäuschende Lohnentwicklung gestützt worden. (07.05.2018/alc/a/a)