Bundes-/ Staatsanleihen im Fokus


03.08.18 11:45
Börse Stuttgart

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Zum Wochenstart gerieten deutsche Bundesanleihen unter Druck und die Renditen stiegen deutlich an, so die Börse Stuttgart.

Dabei habe die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe zwischen 0,39 und 0,46 Prozent geschwankt. Im Vordergrund habe dabei die Furcht der Anleger gestanden, dass die japanische Notenbank (BoJ) ihre Geldpolitik drastisch verändern könnte. Diese Befürchtungen seien letztlich nicht gerechtfertigt gewesen: Am Dienstagmorgen habe die BoJ angekündigt, ihre lockere Geldpolitik beizubehalten. Allerdings lasse die Notenbank jetzt etwas stärkere Kurs- und Zinsschwankungen am japanischen Rentenmarkt zu, den sie durch ihre Anleihekäufe weitgehend kontrolliere. Das habe zu spürbarem Zinsauftrieb an den internationalen Anleihemärkten geführt.

Auch die Kurse deutscher Bundesanleihen hätten sich daher am Dienstag nur wenig geändert - nach anfänglichen Kursgewinnen seien sie erneut leicht ins Minus gedreht. Der Euro-Bund-Future sei um 0,01 Prozent auf 161,59 Punkte gefallen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe habe bei 0,44 Prozent gelegen. Weitere Kursverluste und damit einhergehende Renditeanstiege seien am Mittwoch gefolgt. Am Donnerstag hätten deutsche Bundesanleihen zum Handelsstart wieder leicht zulegen können. (03.08.2018/alc/a/a)