Bund-Future von US-Daten und Italien beeinflusst


05.10.18 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der deutsche Rentenmarkt wurde vom kräftigen Renditeanstieg in den USA beeinflusst, so die Analysten der Helaba.

Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sei kurzzeitig auf 0,55% gestiegen, habe dann aber wieder nachgegeben. Für Einfluss sorge nicht nur die Zinsfantasie in den USA sondern Meldungen, wonach die italienische Regierung das Haushaltsdefizit in den Jahren 2020 und 2021 wieder zurückfahren wolle. Die Risikoaufschläge seien gesunken. Der US-Arbeitsmarkt werde zwar robust erwartet, die Stundenlöhne sollten aber nur moderat zulegen und die Zinsfantasie vermutlich nicht erneut anheizen. Daher werde es von dieser Seite wohl keine Belastungen geben.

Positiv hervorzuheben sei, dass sich der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) oberhalb des jüngsten Tiefs bei 157,74 habe halten können und dass der MACD weiterhin im Kauf stehe. Sollte der Bereich um 158,30 überwunden werden, entstünde Raum bis zur 21-Tagelinie, die heute bei etwa 159,00 verlaufe. Die nächste Unterstützung unterhalb von 157,75 sei erst bei 156,90 zu finden. Die Trading-Range liege zwischen 157,75 und 158,80.

Während in den USA die Politik gradueller Leitzinserhöhungen fortgesetzt werde und FED-Chef Powell wegen der sehr robusten Konjunkturentwicklung sogar eine schnellere Gangart ins Gespräch gebracht habe, halte die EZB daran fest, die Zinswende frühesten im Herbst 2019 zu beginnen. Zudem würden die vergleichsweise schwächeren Konjunkturdaten und die Sorgen um Italien für gedämpfte Zinserwartungen führen. Entsprechend werde der Zinsvorteil der USA größer. Der zweijährige Spread habe mit über 340 BP inzwischen das höchste Niveau seit annähernd 30 Jahren erreicht. (05.10.2018/alc/a/a)