Bund-Future in schwierigem Fahrwasser


07.09.18 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die technische Lage bleibt schwierig, so die Analysten der Helaba.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe sich zwar von seinen Vortagesverlusten erholt und die 55-Tagelinie bei 160,08 überspringen können. Die nächste Hürde zeige sich bei 160,56 in Form der 21-Tagelinie. Grünes Licht könne trotzdem aber noch nicht gegeben werden. Auf Wochenbasis stehe der MACD kurz davor, ein Verkaufssignal zu generieren. Zudem seien die Indikatoren im Tageschart mehrheitlich belastend. Eine erste Unterstützung bestehe bei 159,75. Darunter könnten Verluste bis 159,59/62 folgen. Oberhalb der 21-Tagelinie helle sich das Chartbild jedoch weiter auf, sodass die Hürden bei 160,71 und 160,98 ins Blickfeld geraten würden. Sollte die US-Stundenlohnentwicklung heute aber auf der Oberseits überraschen, dürfte der Future wieder unter Druck stehen. Die Trading-Range liege zwischen 160,08 und 160,98.

Die Sorgen um einen ausufernden Haushalt in Italien hätten sich in den letzten Tagen beruhigt. So habe der Lega-Chef Salvini jüngst den Eindruck erweckt, die italienische Regierung würde sich nun doch an die Haushaltsregeln der Europäischen Union halten wollen. Dementsprechend sei der 10J-Risikoaufschlag italienischer Staatsanleihen gegenüber Bunds um 16 Basispunkte auf 269 BP gesunken. Von einer nachhaltigen Wirkung auszugehen, scheine jedoch verfrüht. Portugiesische und spanische Titel hätten ebenfalls von der Entwicklung profitieren können. 10-jährige OTs hätten ihren Aufschlag auf rund 150 BP verringert. In Spanien belaufe sich der Rückgang auf 5 BP (10J-Spread: 109 BP). (07.09.2018/alc/a/a)