Bund-Future: Zinsspekulationen nehmen zu


08.06.18 09:15
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Gestern fand der Wechsel auf den September-Kontrakt statt, der mit einem Abschlag von 15 Ticks einherging, so die Analysten der Helaba.

Die Spekulationen über eine schnellere Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik der EZB würden zunehmen. Dementsprechend habe der deutsche Rentenmarkt gestern zunächst noch unter Abgabedruck gestanden. Die charttechnischen Voraussetzungen für den Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) würden sich mithin eintrüben. So generiere der MACD ein Verkaufssignal und die positive Differenz des DMI verringere sich. Eine erste Unterstützung würden die Analysten in der Zone um 159,90/98 ausmachen. Hier lägen das 61,8%-Retracement der Aufwärtsbewegung von Mitte Mai sowie die 21-Tagelinie. Darunter sei die 55-Tagelinie bei 159,12 zu nennen. Hürden würden die Analysten am gestrigen Tageshoch bei 160,48 und bei 161,31 sehen. Die Trading-Range liege zwischen 159,12 und 161,00.

Im Umfeld steigender Renditen seien die gestrigen Auktionen in Spanien und Frankreich verhältnismäßig gut verlaufen. Mit der SPGB 2028 hätten Anleger eine durchschnittliche Rendite von 1,41% erzielt (Bid/Cover-Ratio 2,19). Der Zuteilungssatz französischer Anleihen habe bei 0,9% gelegen (Bid/Cover-Ratio 1,92). Heute bleibe es am Primärmarkt ruhig. Die Rendite 10-jähriger Bunds notiere aktuell bei 0,50%. Im Zuge der angespannten politischen Lage in Italien sei die Rendite letzte Woche im Tief auf 0,19% gefallen. In Amerika sei die Verzinsung 10-jähriger Treasury Notes auf 2,5% gefallen, habe sich aber wieder auf knapp 3% erholt. (08.06.2018/alc/a/a)