Bund-Future: Unsicherheit hält Nachfrage aufrecht


12.07.18 08:52
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat eine neue Eskalationsstufe erreicht, so die Analysten der Helaba.

Auf weitere 6031 Importartikel aus China sollten Zölle im Umfang von 200 Mrd. USD erhoben werden. China drohe mit Gegenmaßnahmen. Zwar sollten die Abgaben frühestens im September dieses Jahres in Kraft treten, der Konflikt halte aber das Interesse an sicheren Bundesanleihen aufrecht. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) könne sich behaupten, die jüngsten Hochs um 162,89/93 seien aber nicht überwunden worden. Erste Unterstützungen würden die Analysten bei 162,06 und 161,75/85 lokalisieren. Die Trading-Range liege zwischen 161,85 und 162,93.

Der Primärmarktkalender sei heute gut gefüllt. Angeboten würden vier BTPs über das gesamte Laufzeitspektrum. Mit zehnjährigen italienischen Staatsanleihen würden Anleger derzeit eine Rendite von knapp 2,70% erzielen. Der Spread zu vergleichbaren Bundesanleihen habe sich bei etwa 2,40% eingependelt. Auch das irische Schatzamt werde am Kapitalmarkt aktiv. Hier würden Investoren Papiere im langen und ultralangen Laufzeitsegment angeboten. Der 10J-Spread IR/DE liege zurzeit bei 50 Basispunkten. Er sei in den letzten Wochen unter Schwankungen leicht gesunken. (12.07.2018/alc/a/a)