Bund-Future: Technische Lage noch schwierig


06.08.18 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) legte am Freitag zu und schloss 65 Stellen über dem Vortag, so die Analysten der Helaba.

Auf Wochensicht belaufe sich der Verlust damit auf lediglich 0,05%. Ob sich die Erholung als nachhaltig erweise, müsse abgewartet werden, denn die Charttechnik sei getrübt. Positiv anzumerken sei jedoch, dass der MACD zu einem Erholungsversuch angesetzt habe. Die erste Hürde würden die Analysten bei 162,30 lokalisieren. Hier liege unter anderem auch die 21-Tagelinie. Darüber bestehe Potenzial bis 163,39. Unterstützungen seien bei 161,05 und 160,23 zu finden. Die Trading-Range liege zwischen 161,05 und 162,70.

Am Kapitalmarkt seien heute keine Neuemissionen oder Aufstockungen europäischer Schuldner geplant. Auch im Rest der Woche bleibe es am Primärmarkt verhältnismäßig ruhig. Lediglich das amerikanische Schatzamt versteigere 3-, 10- und 30-jährige Treasury Notes im Umfang von 78 Mrd. USD und in Großbritannien werde eine Gilt 2028 angeboten.

Zum Ende letzter Woche seien die Staatsanleihen der Peripherieländer unter Druck gekommen. Besonders in Italien sei der 10-Jahresspread gegenüber Bunds auf 253 Basispunkte gestiegen. Am vergangenen Freitag hätten sich Finanzminister Tria und die populistischen Führer des Landes getroffen, um die Haushaltspolitik Italiens zu diskutieren. Tria zufolge seien die Ziele des Staatshaushalts mit den Ausgabenplänen vereinbar. Portugiesische Staatsanleihen hätten ihre 10J-Renditedifferenz um 5 Basispunkte auf 137 BP ausgeweitet. In Spanien habe sich der Risikoaufschlag gegenüber dem deutschen Pendant auf 103 BP erhöht. (06.08.2018/alc/a/a)