Bund-Future: Technik warnt vor Verlusten


09.11.18 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der deutsche Rentenmarkt tendiert weiter zur Schwäche, so die Analysten der Helaba.

Die Indikatoren im Tageschart würden wenig optimistisch stimmen, dass der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) in den kommenden Tagen zu einer Trendwende ansetzten werde. So seien MACD und Kursmomentum gen Süden gerichtet und der DMI stehe kurz davor, ein Verkaufssignal zu generieren. Die Wochentechnik runde das getrübte Chartbild ab. Aus technischer Sicht erscheinen weitere Verluste somit möglich, so die Analysten der Helaba. Diese träfen bei 159,19 und bei 159,07 auf erste Haltemarken. Darunter bestünde Abwärtspotenzial bis in den Bereich 158,82/84. Die Widerstandslinie des Abwärtstrends von Ende Oktober verlaufe heute bei 159,80. Zuvor müsste der Bund-Future jedoch Hürden bei 159,45, 159,58 und 159,61 überwinden. Die Trading-Range liege zwischen 159,07 und 159,80.

Die amerikanische Notenbank habe gestern beschlossen, den Leitzins nicht zu verändern. Die Wirtschaftslage in den USA sowie das FOMC-Statement würden eine Erhöhung im Dezember um 25 Basispunkte auf dann 2,25% bis 2,50% erwarten lassen. Der 10J-Transatlantikspread setze seit Ende September seinen Aufwärtstrend fort und habe jüngst mit 278 BP das höchste Niveau seit Ende 1988 markiert. Die Zinsdifferenz zwischen zehn- und zweijährigen Notes, welche häufig als eine Indikation für eine bevorstehende Konjunkturschwäche herangezogen werde, steige seit Mitte August wieder an und liege bei aktuell 27 Basispunkten. (09.11.2018/alc/a/a)