Bund-Future: Sicherheitsbedürfnis bleibt hoch


05.12.18 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Anleger suchen weiterhin den sicheren Hafen, da Misstrauen über den "großen Deal" im Handelskonflikt besteht, so die Analysten der Helaba.

So scheine zwar der grundsätzliche Wille der Nationen zu sein, den Handelskonflikt beizulegen, spezielle Vereinbarungen seien bisher jedoch nicht getroffen worden. Somit bestehe Unsicherheit und auch das Zugeständnis eines 3-monatigen "Waffenstillstands" seitens der USA könne angezweifelt werden. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) markiere ein Kontrakthoch bei 162,43. Ein Widerstand liege bei 162,45, Unterstützungen bei 161,70, 161,58, sowie an der 21-Tagelinie bei 160,66. Die Trading-Range liege zwischen 161,58 und 162,70.

Heute werde das spanische Schatzamt letztmalig in diesem Jahr aktiv. Auf dem Programm stünden Aufstockungen im mittleren Laufzeitbereich - um einen Tag vorgezogen aufgrund des morgigen Feiertags. Das Volumen sei mit maximal 3,5 Mrd. EUR vergleichsweise gering, sodass es keine Probleme bei der Suche nach Investoren geben dürfte. Allerdings gelte es zu berücksichtigen, dass spanische Bonds zuletzt vergleichsweise schwach abgeschnitten hätten, was damit zu erklären sein dürfte, dass in Andalusien eine rechtsextreme Partei ins Regionalparlament einziehen werde. Die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer sei insgesamt aber gestiegen, entsprechend würden die Renditen der EWU-Peripherie sinken. Fünfjährige SPGBs würden derzeit bei 0,45% rentieren. Der Spread zu Bundesanleihen liege bei etwa 73 Basispunkten. (05.12.2018/alc/a/a)