Bund-Future: Risikoaversion unterstützt


03.08.18 09:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Sorgen vor einem Handelskonflikt stellten erneut einen Stützungsfaktor für den deutschen Rentenmarkt dar, so die Analysten der Helaba.

So würden zusätzliche Zölle von 200 Mrd. USD auf chinesische Importe in Erwägung gezogen. Infolgedessen habe der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) gestern zunächst einen Großteil der Vortagsverluste wieder ausgleichen können. Ein Ende der Konsolidierungsphase zu verkünden erscheine aufgrund des getrübten Chartbildes aber verfrüht, nachdem das 61,8%-Retracement (160,91) der Aufwärtsbewegung von Mitte Juni getestet worden sei. Denn die quantitativen Indikatoren stünden im Tageschart auf Verkauf. Die ersten Haltemarken bestünden bei 160,91 und 160,75. Hürden seien bei 162,05 und um 162,23/47 zu lokalisieren. Trading-Range: 160,75 bis 161,50.

Zum Wochenende bleibe der Primärmarktkalender wie gewöhnlich leer. Seit Anfang Juli stünden kurzfristige Staatspapiere der Bundesrepublik unter Abgabedruck. So sei die 2J-Rendite in den letzten fünf Wochen um 13 Basispunkte auf -0,57% angestiegen. Die Europäische Zentralbank werde voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte nächsten Jahres eine Zinserhöhung vornehmen. Damit dürfte die 2J-Rendite zunächst weiter im negativen Terrain liegen. Die amerikanische Notenbank halte hingegen an ihrem Pfad gradueller Leitzinserhöhungen fest. Die FED-Notenbanker hätten sich in den letzten Wochen besorgt über die Invertierung der Zinsstrukturkurve geäußert, denn Mitte Juli habe sich der 10/2J-Spread in den USA auf den niedrigsten Stand (24 Bp) seit elf Jahren eingeengt. In den letzten Handelstagen sei dieser wieder auf 32 Bp gestiegen. (03.08.2018/alc/a/a)