Bund-Future: Korrekturpotenzial begrenzt


06.12.18 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die hohe Risikoaversion an den Finanzmärkten sorgte gestern für ein neues Kontrakthoch des richtungsweisenden Bund-Futures (ISIN DE0009652644 / WKN 965264), so die Analysten der Helaba.

Es habe den Anschein, dass die Marktteilnehmer derzeit nicht mehr auf Hoffnungen auf eine friedliche Lösung des Handelskonfliktes und des italienischen Haushaltsdefizits bauen würden. Dementsprechend bleibe der vermeintlich "sichere Hafen" gestützt, wenngleich es gestern zu einer kleinen Korrektur gekommen sei. Die Indikatoren im Tages- und Wochenchart würden die Entwicklung der letzten Tage untermauern. So sei der MACD weiter gen Norden gerichtet und der ADX liege auf hohem Niveau. Kursverluste könnten mit Blick auf den März-Kontrakt im Bereich 162,50/58 und 161,66/67 gestoppt werden. Die Trading-Range liege zwischen 162,50 und 163,40.

Die Konjunktursorgen, welche für die gestrigen Kursverluste an der Wall-Street verantwortlich gewesen seien, würden sich im Renditeabstand zwischen 10- und 2-jährigen US-Anleihen widerspiegeln. So habe sich der Spread seit Anfang Dezember um 9 BP verringert und liege nur noch bei 11 BP. Dieses Niveau sei zuletzt vor der Finanzkrise 2007 erreicht worden. Der 5/3-Spread weise mittlerweile sogar eine inverse Struktur auf. Die Zinsstrukturkurve diene als ein Frühindikator für bevorstehende Rezessionen. Gegenüber Bunds würden Treasury Notes mit Laufzeit 10 Jahren aktuell 266 BP höher rentieren. (06.12.2018/alc/a/a)