Bund-Future: Kein Ende der Schwäche


06.11.18 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) legte einen freundlichen Wochenauftakt hin, so die Analysten der Helaba.

Die Charttechnik mahne jedoch zur Vorsicht. So stehe der MACD auf Tagesbasis kurz davor, ein Verkaufssignal zu generieren. Zudem werde das Umfeld im Wochenchart zunehmend schwieriger. Somit seien aus technischer Sicht die Chancen auf ein Ende der Schwäche, welche seit Ende Oktober vorherrsche, eher gering. Eine erste Haltemarke bestehe bei 159,54/45 und bei 159,38 verlaufe die 21-Tagelinie. Hürden würden sich bei 160,00 und 160,27 finden. Die Trading-Range liege zwischen 159,45 und 160,27.

Heute stünden Schuldner außerhalb der Eurozone im Primärmarktkalender. Das britische Schatzamt versteigere eine Gilt 1,625% mit zehn Jahren Laufzeit und einem Volumen von 2,3 Mrd. GBP. Die "Brexit"-Sorgen würden weiterhin das Geschehen dominieren, was sich unter anderem gestern in einer schwachen Stimmungsumfrage im Dienstleistungssektor (52,2 nach 53,9) widerspiegele. Der 10J-Spread zwischen Gilts und Bunds habe sich seit der letzten Woche um 7 Basispunkte ausgeweitet und liege aktuell bei 108 BP. In Übersee halte die amerikanische Notenbank am Pfad gradueller Leitzinserhöhungen fest, auch wenn es am Donnerstag keine Zinserhöhung geben dürfte. Die 10J-Rendite liege mit 3,20% wieder auf erhöhtem Niveau, welches zuletzt Anfang Oktober erreicht worden sei. Dementsprechend sei der Aufwärtstrend des 10-jährigen Transatlantikspreads intakt. Dieser stehe aktuell bei 278 BP. (06.11.2018/alc/a/a)