Bund-Future: Charttechnik trübt sich ein


06.07.18 09:51
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die erhöhte Risikobereitschaft der Marktteilnehmer sorgte gestern für vorübergehenden Abgabedruck am deutschen Rentenmarkt, so die Analysten der Helaba.

Das technische Bild des Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) trübe sich auf Tagesbasis etwas ein. So stehe der MACD kurz davor, ein Verkaufssignal zu generieren und das Kursmomentum sei rückläufig. Die Wochentechnik sei noch als stabil einzuschätzen. Erste Unterstützungen würden die Analysten bei 161,75/85 lokalisieren. Darunter biete die 21-Tagelinie bei 161,54 weiteren Halt. Als nächsten Widerstand würden die Analysten die Marken bei 162,87/89 sehen. An diesen sei der Bund-Future diese Woche mehrmals gescheitert. Die Trading-Range liege zwischen 161,75 und 163,06.

Zum Ende der Woche bleibe es am Primärmarkt ruhig. Insgesamt sei das Interesse an Anleihen sicherer Staaten groß. Zwar hätten die Schwesterparteien CDU und CSU zu Beginn der Woche einen Kompromiss im Asylstreit gefunden. Nun werde weiter innenpolitisch mit dem Koalitionspartner SPD verhandelt. Das politische Risiko bleibe somit weiterhin erhöht. Vor diesem Hintergrund sei die 10-Jahresrendite von Bunds auf 0,29% gefallen. Die Renditedifferenz zwischen 10- und 2-jährigen Bundesanleihen sei in den vergangenen Handelstagen auf ein Tief von 97 Basispunkten und damit auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr gesunken. Auch US-amerikanische Staatsanleihen seien gesucht gewesen. Trotz freundlicher Konjunktur sei die Rendite 10-jähriger Treasury Notes auf 2,84% gesunken. Der Aufwärtstrend des 10J-Spreads zwischen amerikanischen und deutschen Papieren bei 254 BP stehe im Test. (06.07.2018/alc/a/a)