Bund-Future: BTP-Erholung belastet


11.09.18 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Italien will nun doch am Sparkurs festhalten, so die Analysten der Helaba.

Meldungen zufolge werde eine Defizitquote von 1,6% der Wirtschaftsleistung angepeilt. Der Sinneswandel dürfte im Zusammenhang mit den in den letzten Monaten deutlich erhöhten Risikoaufschlägen stehen. Italienische Bonds würden seit Monatsbeginn zulegen (rechtzeitig vor den umfangreichen Emissionen am Donnerstag), während das Interesse an als sicher geltenden Bundesanleihen schwinde. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) handele unterhalb der 55-Tagelinie, die heute bei 160,10 verlaufe. Sollte die erste Unterstützung bei 159,59 nachhaltig unterschritten werden, stünde einem Test des markanten Tiefs von Anfang August bei 158,37 nichts im Wege. Widerstände würden die Analysten bei 160,09 und um 160,50 lokalisieren. Die Trading-Range liege zwischen 159,30 und 160,50.

Mit dem Anstieg der US-Stundenlöhne auf zuletzt 2,9% VJ (höchster Stand seit 2009) hätten sich die Inflationserwartungen erhöht. Entsprechend sei es zur Ausweitung der Differenz zwischen den Inflationserwartungen in den USA und der Eurozone gekommen. Die derzeitige Spread-Ausweitung sei bereits Ende August eingeleitet worden. Damals habe die EWU-Kernteuerungsrate mit dem Rückgang auf 1,0% VJ enttäuscht. Der Transatlantikspread habe sich ebenfalls ausgeweitet. Im 10-Jahresbereich liege er mit 254 BP nur knapp unterhalb des 30-Jahreshochs, das Ende Mai bei knapp 260 BP markiert worden sei. (11.09.2018/alc/a/a)