Bund-Future an 55-Tagelinie gescheitert


04.10.18 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Sorgen, dass die Verschuldungspolitik in Italien eine neue Eurokrise auslöst, haben die Kurse deutscher Staatsanleihen zunächst ansteigen lassen, während sich Investoren von italienischen Papieren trennten, so die Analysten der Helaba.

Entsprechend seien die Spreads gestiegen - vor allem in kurzen und mittleren Laufzeiten. Die flacher werdende Strukturkurve in Italien weise zusätzlich auf die Skepsis der Marktteilnehmer gegenüber der dortigen Finanz- und Wirtschaftspolitik hin. Zwar sei es gestern zu einer Korrektur gekommen, da die Renditen in den USA aufgrund robuster Wirtschaftsdaten gestiegen seien, die Risikoaversion bleibe aber erhöht. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe die 55-Tagelinie bei 159,72 und den Widerstand 159,80 getestet, sei dann aber wieder zurückgefallen. Die nächste Unterstützung würden die Analysten um 158,40 lokalisieren. Die Trading-Range liege zwischen 158,02 und 159,25.

Die heutigen Auktionen in Spanien und Frankreich hätten ein Volumen von annähernd 15 Mrd. EUR. Dabei stünden mittel-, lang- und eine ultralange Laufzeit auf dem Programm. Die Finanzierungskosten seien erhöht, vor allem in Spanien. Dabei spiele die Entwicklung in Italien eine wichtige Rolle. Der dortige Konfrontationskurs mit den Europartnern habe zu einem kräftigen Renditeanstieg geführt und spanische Anleihen in Mitleidenschaft gezogen. Die Risikoprämien würden im Trend steigen. Auch französische Papiere würden höhere Renditedifferenzen gegenüber Bundesanleihen aufweisen. (04.10.2018/alc/a/a)