Bank of England vor Leitzinserhöhung im August


17.07.18 09:34
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In den vergangenen Wochen haben sich die Währungshüter der Bank of England vergleichsweise "hawkish" zu den britischen Konjunkturperspektiven geäußert, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Zudem habe mit Chefvolkswirt Andy Haldane auf der letzten Zinssitzung am 21. Juni ein drittes Mitglied des neunköpfigen Monetary Policy Committee (MPC) für ein unmittelbares Anheben der Bank Rate um 25 BP votiert. Mit Blick auf die Aufwärtsrevision der BIP-Daten für das 1. Quartal (von 0,1% auf 0,2% gg. Vq.), eine vermutlich höhere BIP-Dynamik im Zeitraum von April bis Juni und die soliden Daten vom Arbeitsmarkt würden die Analysten nun mit einem einmaligen Zinserhöhungsschritt durch die Notenbank auf der nächsten Sitzung am 2. August rechnen.

Darüber hinaus würden die Analysten aber vor dem Hintergrund des insgesamt verminderten Wachstumsmomentums, der anhaltenden Unsicherheiten im "Brexit"-Prozess und eines nachlassenden Preisdrucks denken, dass es sich bei einem entsprechenden Beschluss nicht um den Beginn eines dynamischen Erhöhungstrends, sondern bis Ende 2019 nur um einen einmaligen Schritt handele.

Der heutige Arbeitsmarktbericht erfahre vermutlich nicht die Aufmerksamkeit, um größere Marktbewegungen auszulösen. Im Hinblick auf die Zinserwartungen der Finanzmarktteilnehmer würden solide Daten aber die Einschätzung bestätigen, wonach im August eine Anhebung der Bank Rate ins Haus stehe. Das dürfte dem Britischen Pfund zugutekommen. (17.07.2018/alc/a/a)