Anleihen-Woche KW35 - 2021: reconcept, IuteCredit, Eyemaxx, Photon Energy, GWC GrundWerk, VEDES, Joh. F. Behrens


03.09.21 15:00
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Pünktlich zum September-Anfang (Kalenderwoche 35) füllt sich der KMU-Anleihesortiment wieder mit neuen Anleihen-Angeboten, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

So begebe die reconcept GmbH einen neuen sechsjährigen Green Bond (ISIN DE000A3E5WT0 / WKN A3E5WT) mit einem Volumen von bis zu 10 Mio. Euro. Die Anleihe, die auch als reconcept Green Bond II bezeichnet werde, sei mit einem jährlichen Zinskupon in Höhe von 6,25% p.a. ausgestattet. Der Emissionserlös solle Windenergie- sowie Photovoltaik-Projekten von reconcept im In- und Ausland dienen. Interessierte Anleger könnten den reconcept Green Bond II ab einer Mindestzeichnungssumme von 1.000 Euro bereits seit dem 1. September 2021 direkt über die Emittentin zeichnen. Zusätzlich seien Zeichnungen vom 13. bis 29. September 2021 über die Börse Frankfurt geplant.

Auch das Fintech IuteCredit Europe begebe eine neue fünfjährige Unternehmensanleihe (ISIN XS2378483494 / WKN A3KT6M) im Volumen von bis zu 50 Mio. Euro. Die Zinsspanne e zwischen 9,50% und 11,50% p.a. liegen. Neben institutionellen Investoren werde die Anleihe vom 6. bis 24. September auch Privatanlegern in Estland, Lettland, Litauen und Deutschland angeboten.

Die Eyemaxx Real Estate AG plane indes die Begebung einer halbjährigen Pflichtwandelanleihe. Die unbesicherte Wandelanleihe 2021/22 solle einen Gesamtnennwert von bis zu 4,26 Mio. Euro haben und mit 5,00% p.a. verzinst werden. Die Laufzeit solle vom 21. September 2021 bis zum 20. März 2022 dauern. Die zufließenden Mittel sollten zur Stärkung der Finanzstruktur von Eyemaxx verwendet werden. Soweit die Schuldverschreibungen nicht vorzeitig zurückgezahlt würden, erfolge am 20. März 2022 die Pflichtwandlung in Aktien der Gesellschaft.

Neue Projekt-Anleihe - die GW GrundWerk Capital Holding GmbH & Co. KG hat eine fünfjährige Anleihe 2021/26 (ISIN DE000A3H25F5 / WKN A3H25F) mit einem Emissionsvolumen von bis zu 5,5 Mio. Euro aufgelegt. Die Anleihe, die zur Finanzierung und Weiterentwicklung eines Fachmarktzentrums in Hennef diene, sei mit einem Zinskupon von 6,25% p.a. ausgestattet. Anleger könnten die Anleihe ab 1.000 Euro über eine digitale Zeichnungsstrecke beziehen.

Auch die Photon Energy N.V. erwäge die Emission einer neuen Unternehmensanleihe, die zunächst den Inhabern der bestehenden 7,75%-Anleihe 2017/22 des Unternehmens im Wege eines Umtauschangebots angeboten werden solle. Im Nachgang solle ein öffentliches Angebot sowie eine Privatplatzierung bei qualifizierten Anlegern erfolgen. Zunächst sondiere das Unternehmen aber noch die derzeit gegebenen Marktbedingungen.

Die VEDES AG lade alle Anleihegläubiger zur zweiten Gläubigerversammlung am 29. September 2021 in Nürnberg ein. Dabei solle über eine Verlängerung der Anleihe 2017/22 zu einem reduzierten Zinssatz von 3,5% p.a. bis zum 17. November 2026 sowie die Anpassung der vorzeitigen Rückzahlung des hälftigen Anleihevolumens in Höhe von bis zu 12,5 Mio. Euro abgestimmt werden. Die Maßnahmen würden dazu dienen, die aufschiebenden Bedingungen der vereinbarten stillen Beteiligung der BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH an der VEDES AG in Höhe von insgesamt 5 Mio. Euro zu erfüllen. Zur geplanten Reduzierung des Anleihevolumens unterbreite die VEDES AG ihren Alt-Anleihegläubigern vom 3. September 2021 bis zum 20. September 2021 ein freiwilliges öffentliches Rückerwerbsangebot zu 101% des Nennbetrags zuzüglich aufgelaufener Zinsen.

Die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG hätten die neue 8,50%-Anleihe 2021/26 (ISIN DE000A3KRAP3 / WKN A3KRAP) der Metalcorp Group S.A. als "äußerst attraktiv" mit der bestmöglichen Anzahl mit 5 von 5 möglichen KFM-Sternen eingestuft. Die Metalcorp-Anleihe 2021/26 werde jährlich mit 8,50% verzinst und habe ein platziertes Gesamtvolumen in Höhe von 250 Mio. Euro. Das Geschäftsmodell überzeuge laut KFM-Analysten durch eine risikoaverse Strategie, einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und ein rentables Geschäftsmodell mit stabilen Bilanzstruktur.

Aimé Hecker, CEO der Hylea Group, habe in dieser Woche einen Brief an seine Anleihegläubiger geschrieben und diese um Unterstützung in schwierigen Zeiten gebeten. Dabei nenne er auch die Geschäftszahlen für 2020, wonach der konsolidierte Umsatz der Hylea Group von 20,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 10,6 Mio. Euro in 2020 gefallen sei. Das EBITDA der Hylea Group sei mit -5,3 Mio. Euro in 2020 deutlich negativ gewesen, nachdem im Jahr 2019 mit 0,4 Mio. Euro noch ein Überschuss erwirtschaftet worden sei. Das Konzernergebnis nach Steuern habe sich auf -8,3 Mio. Euro verschlechtert nach -2,5 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Das außerordentlich schlechte Geschäftsjahr 2020 habe dazu geführt, dass Hylea zum Jahresende 2020 ein bilanziell negatives Eigenkapital von rund 5,2 Mio. Euro aufweise.

Halbjahreszahlen - die HÖRMANN Industries GmbH habe das erste Halbjahr 2021 mit einem Konzernüberschuss von 9,0 Mio. Euro abgeschlossen, nach einem Verlust von 4,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Nach den starken Halbjahreszahlen habe die HÖRMANN Industries GmbH ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2021 angehoben.

Auch der ABO Wind-Konzern habe ein erwartungsgemäß gutes Ergebnis im ersten Halbjahr 2021 erzielt. Mit 6,5 Mio. Euro liege der Überschuss leicht über dem der Vorjahresperiode (6,3 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr 2021 rechne das ABO Wind-Management damit, das Ergebnis von 2020 in Höhe von 13,1 Mio. Euro zu übertreffen.

Die Karlsberg Brauerei GmbH habe indes im ersten Halbjahr 2021 weiterhin stark mit den Pandemie-Auswirkungen zu kämpfen, insbesondere im Gastronomiesegment. Zwar lägen die Umsatzerlöse der Karlsberg Brauerei GmbH mit 59,1 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresergebnis von 57,7 Mio. Euro, EBITDA und EBIT lägen mit 9,5 Mio. Euro bzw. 5,4 Mio. Euro aufgrund erhöhter Aufwendungen für Marketing und Vertrieb und deutlich reduzierter sonstiger betrieblicher Erträge aber unter dem Vorjahresniveau von 11,6 Mio. Euro bzw. 7,4 Mio. Euro.

Die Joh. Friedrich Behrens AG habe für ihre polnische Joint Venture-Beteiligung BizeA ein indikatives Angebot mit einem Kaufpreis von 4,5 Mio. Euro in Form eines Letters of Intent erhalten. Die Gesellschaft bekräftige vor diesem Hintergrund die indikativ erwartete Insolvenzquote zwischen 40% und 65% sowie eine erste geplante Vorabausschüttung an die Gläubiger gegen Ende 2021.

Die eterna Mode Holding GmbH habe indes die für den 2. September geplante Versammlung der Planbetroffenen des Restrukturierungsplans für die Anleihe 2017/24 aufgrund weiterer Aufarbeitungen verschieben müssen. Ein neuer Termin solle aber noch im September stattfinden.

Den kompletten Beitrag mit den wichtigsten KMU-Anleihen-News der 35. Kalenderwoche 2021 im Überblick finden Sie hier. (03.09.2021/alc/n/a)





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