ANLEIHEN-Woche KW18 - 2020: SANHA, Hörmann Ind., JDC, Joh. F. Behrens, EMAF, Homann und andere - Anleihenews


04.05.20 12:00
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - In der letzten April-Woche des Jahres (Kalenderwoche 18) veröffentlichen zahlreiche KMU-Anleihen-Emittenten ihre finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2019, die sozusagen als Grundlage für das Corona geprägte aktuelle Geschäftsjahr 2020 dienen, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Inwieweit die Emittenten von der Corona-Krise und deren Folgen betroffen seien, sei branchenbedingt unterschiedlich und generell noch nicht einzuschätzen. Derweil würden die Kurswerte der meisten Mittelstandsanleihen weiter ansteigen und sich in vielen Fällen wieder der 100%-Marke nähern. Viele Unternehmen könnten ihre Produktionsstätten langsam wieder hochfahren.

Der Europäische Mittelstandsanleihen FONDS (EMAF, ISIN DE000A2PF0P7 / WKN A2PF0P) habe in der vergangenen Woche fünf weitere Anleihen in sein Portfolio aufgenommen. Für das Liquiditätsportfolio seien die 3,25%-Hybrid-Anleihe (ISIN XS1716945586 / WKN A19R3N) der Eurofins Scientific S.A. und die Anleihe (ISIN NO0010850613 / WKN A2R1TL) mit variabler Verzinsung der Infront ASA gekauft worden. In das Kernportfolio habe der Fonds die 5,50%-Anleihe (ISIN DE000A2NB965 / WKN A2NB96) der KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG, die 7,00%-Anleihe (ISIN DE000A2R4KF3 / WKN A2R4KF) der Media and Games Invest plc und die 4,25%-Anleihe der UBM Development AG aufgenommen.

Die SANHA GmbH & Co. KG müsse in die zweite Runde, weil das Quorum bei der Abstimmung ohne Versammlung über Anpassungen der SANHA-Anleihe 2013/23 noch nicht erreicht worden sei. Die zweite AGV solle voraussichtlich am 25. Mai 2020 als Online-AGV stattfinden. Hierbei sei dann ein verringertes Quorum von 25% des ausstehenden Anleihevolumens für die Beschlussfähigkeit erforderlich. Das Anpassungskonzept für die SANHA-Anleihe 2013/23 umfasse im Wesentlichen eine Verlängerung der Anleihelaufzeit um drei Jahre bis 2026 sowie die Einführung eines reduzierten Staffelzinses bis 2026.

Finale Zahlen - die Homann Holzwerkstoffe-Gruppe habe auf Grundlage einer guten operativen Entwicklung einen Konzernjahresüberschuss im Jahr 2019 von 22,0 Mio. Euro erwirtschaftet - nach 7,9 Mio. Euro im Jahr zuvor. Das Unternehmen habe die eigenen Planungen im Geschäftsjahr 2019 somit vollumfänglich erfüllt. Die Folgen der derzeitigen Corona-Krise seien für die Homann Holzwerkstoffe GmbH momentan noch nicht absehbar, würden aber umsatztechnisch bei zeitnahen "Lockerungen" moderat bleiben, so das Unternehmen. Die Hörmann Industries GmbH habe im Geschäftsjahr 2019 einen im Rahmen der Planungen liegenden Gewinn in Höhe von 9,9 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 14,6 Mio. Euro). Von der gegenwärtigen Corona-Krise seien einzelne Geschäftsfelder der Hörmann-Gruppe wie die Bereiche Automotive und Services besonders betroffen, allerdings werde die unterbrochene Produktion laut Emittentin derzeit langsam wieder hochgefahren.

Die Joh. Friedrich Behrens AG könne den Wachstumstrend der vergangenen Geschäftsjahre in 2019 nicht fortsetzen und verzeichne aufgrund der schwierigen Entwicklung auf den Exportmärkten außerhalb Europas in 2019 einen Jahresverlust in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr +30 TEUR). Die Folgen der Corona-Krise seien für die Behrens AG bisher noch nicht abzuschätzen, derweil treibe der Hersteller von Druckluftnaglern und Befestigungsmitteln den unternehmensinternen Digitalisierungsprozess weiter voran. Die JDC Group AG habe ebenfalls in der vergangenen Woche ihre Finanzkennzahlen 2019 veröffentlicht und bestätige die vorläufig veröffentlichen Zahlen, wonach der Umsatz in 2019 um 17,3% auf 111,5 Mio. Euro und das EBITDA von 1,5 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro habe gesteigert werden können. Trotz Corona- und sich abzeichnender Wirtschaftskrise blicke die JDC Group positiv auf die Entwicklung des Jahres 2020.

Die UniDevice AG verzeichne in den Monaten Januar und Februar 2020 ein planmäßiges Umsatzwachstum sowie ein außerplanmäßiges Gewinnwachstum. Mit Beginn der Corona-Krise im Monat März würden sich die Finanzkennzahlen jedoch abrupt reduzieren, dennoch erwirtschafte die UniDevice AG einen Periodenüberschuss von 0,71 Mio. Euro. Auch die R-LOGITECH S.A.M., ein internationaler Hafeninfrastrukturbetreiber und Anbieter von Logistikdienstleistungen im Rohstoffsektor, verzeichne trotz des herausfordernden Umfelds infolge der COVID-19-Pandemie ein erfolgreiches erstes Quartal 2020. So erziele die R-LOGITECH auf konsolidierter Basis einen Umsatz von 172 Mio. Euro (gegenüber 43 Mio. Euro im Q1 2019) und ein EBITDA von 25,8 Mio. Euro (gegenüber 5,8 Mio. Euro im Q1 2019). R-LOGITECH könne an allen Standorten in Europa, Afrika und China voll handlungsfähig bleiben und dazu beitragen, kritische Lieferketten aufrechtzuerhalten.

Die SeniVita Sozial gGmbH mit Sitz in Bayreuth werde ab dem 1. Mai 2020 in die Dr. Wiesent Sozial gGmbH umbenannt. Die Umbenennung sei Teil der beschlossenen stärkeren operativen Trennung zwischen der Dr. Wiesent-Gruppe und der SeniVita-Gruppe. Die Dr. Wiesent Sozial gGmbH halte eine Beteiligung von 49,99% an der SeniVita Social Estate AG. Die Media and Games Invest plc setze mit der 99%igen Tochtergesellschaft gamigo AG ihr profitables Wachstum fort. Als führender Publisher von Online-Spielen in Nordamerika und Europa habe die gamigo AG sämtliche Kennzahlen verbessert. Die Singulus Technologies AG müsse indes im ersten Quartal 2020 Einbußen hinnehmen, während die UBM Development AG in 2019 die beste Performance der Unternehmensgeschichte vermelden könne.

Den kompletten Beitrag zusammen mit den wichtigsten KMU-Anleihen-News der KW18 - 2020 finden Sie hier. (News vom 01.05.2020) (04.05.2020/alc/n/a)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
96,918 € 98,15 € -1,232 € -1,26% 22.09./20:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
XS1716945586 A19R3N 101,10 € 72,63 €
Werte im Artikel
98,67 plus
+3,80%
99,99 plus
+0,34%
103,13 plus
0,00%
98,75 minus
-0,25%
62,55 minus
-1,15%