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ams und Novomatic mit Unternehmensneuigkeiten


14.02.20 11:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Neuigkeiten gibt es wieder rund um die ams AG (ams) und der Übernahme von OSRAM AG (OSRAM), so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

So habe ams am 11. Februar 2020 bekannt gegeben, einen Bruttoerlös in Höhe von EUR 139 Mio. aus dem Verkauf eigener Aktien erzielt zu haben. Darüber hinaus würden die ebenso am 11. Februar 2020 veröffentlichen vorläufigen Unternehmenszahlen für das Geschäftsjahr 2019, aufgrund insbesondere des Consumer-Geschäfts, einen Q4-Rekordumsatz in Höhe von USD 655 Mio. zeigen (+32% vs. VJ). Damit habe das adjustierte EBIT mit USD 433 Mio. deutlich über dem VJ (USD 184 Mio.) gelegen. Für die Digitalsparte von OSRAM suche ams einen neuen Eigentümer, da diese nicht zu ams passen würde, so das Management.

Des Weiteren sei von ams bekräftigt worden bei OSRAM einen Beherrschungs- und Gewinnführungsvertrag anzustreben. Um die dafür notwendigen 75% der Stimmrechte zu erreichen, könnte das Unternehmen weitere Papiere an der Börse zukaufen. Für das kombinierte Unternehmen strebe das Management ein zweistelliges Wachstum sowie eine operative Marge von mehr als 25% an. Bereits am 24. Januar sei in einer außerordentlichen Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung in Form einer Bezugsrechtsemission von den ams-Aktionären in Höhe von EUR 1,65 Mrd. genehmigt worden (genaue Details noch offen). Auch an der Refinanzierung des restlichen Teils der Brückenfinanzierung (EUR 4,4 Mrd.) zur OSRAM-Übernahme werde seitens des Unternehmens gearbeitet.

Am 12. Februar 2020 habe auf Einladung der Novomatic eine Versammlung der Casinos Austria Aktionäre stattgefunden, um den geplanten Verkauf der eigenen Anteile (17,2%), die laut Medienberichten auf EUR 100 Mio. geschätzt würden, an die Sazka Gruppe (38,3%) zu besprechen. Den Aktionären stehe ein anteilsmäßiges Vorkaufsrecht zu, womit eine Übertragung der gesamten Novomatic Anteile auf die Sazka Gruppe verhindert werden könnte. Neben der ÖBAG (33,2%) würden noch andere Kleinaktionäre Anteile an der Casinos Austria halten. Dass letztere das Vorkaufsrecht beanspruchen würden, gelte laut Medienberichten als unwahrscheinlich.

Die ÖBAG habe bisher keine Auskunft über deren Absichten gegeben und wolle alle Optionen in Ruhe abwägen. Laut Medienberichten werde über eine ähnliche Vereinbarung wie der Syndikatsvertrag bei der A1 Telekom Austria Group zwischen America Movil und der ÖBAG spekuliert, aber auch ein Börsengang der Casinos Austria habe früher immer wieder im Raum gestanden. In der Sitzung seien jedenfalls noch keine Entscheidungen gefallen, der Verkaufsprozess könne sich über mehrere Monate strecken. Unterdessen beabsichtige die Novomatic sich laut Medienberichten in Österreich für keine Konzessionen mehr zu bewerben. Die erste Lizenz laufe 2023 aus. (News vom 13.02.2020) (14.02.2020/alc/n/a)