adidas-Anleihe: Währungsbereinigter Umsatz steigt in Q2 um 19% - Prognose für 2017 erhöht - Anleihenews


03.08.17 09:14
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die adidas Group AG (ISIN DE000A1EWWW0/ WKN A1EWWW) hat eine Pressemitteilung zu den Quartalszahlen Q2/2017 veröffentlicht:

"Wir freuen uns, die Ergebnisse eines weiteren sehr erfolgreichen Quartals zu präsentieren. Umsatz und Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen haben beide deutlich zugelegt. Dies ist ein eindeutiger Beweis für die anhaltende Dynamik unserer Marken in unseren wichtigsten Regionen und Vertriebskanälen", sagte Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von adidas. "Angesichts der starken Entwicklung im ersten Halbjahr heben wir unsere Prognose für das Gesamtjahr an. Wir werden unseren Umsatz und Gewinn schneller steigern als ursprünglich erwartet".

Währungsbereinigter Umsatz steigt im zweiten Quartal 2017 um 19%

Im zweiten Quartal erzielte adidas mit einem währungsbereinigten Umsatzanstieg um 19% weiterhin starke Geschäftsergebnisse. Diese Entwicklung spiegelt Steigerungen um 21% bei der Marke adidas und um 5% bei der Marke Reebok wider. In Euro erhöhte sich der Umsatz im zweiten Quartal um 20% auf 5,038 Mrd. EUR (2016: 4,199 Mrd. EUR). Der Umsatzanstieg bei der Marke adidas war vor allem auf zweistelliges Wachstum in der Kategorie Running, bei adidas Originals und bei adidas neo zurückzuführen. Zudem trugen Zuwächse im hohen einstelligen Bereich in der Kategorie Training zu dieser Entwicklung bei. Verantwortlich für die Umsatzverbesserungen bei Reebok waren in erster Linie starke zweistellige Steigerungen bei Classics. Diese wurden zum Teil durch die fortgesetzten Initiativen von Reebok zur Optimierung des Vertriebs auf dem US-Markt aufgehoben. Nach Vertriebskanälen betrachtet erzielten alle Vertriebskanäle zweistellige Zuwächse im zweiten Quartal. Der eCommerce-Bereich verzeichnete außerordentlich starkes Wachstum, mit einer Umsatzsteigerung um 66%.

Zweistelliges Umsatzwachstum in allen Regionen außer Russland/GUS

Mit Ausnahme von Russland/GUS wuchs der zusammengefasste währungsbereinigte Umsatz der Marken adidas und Reebok in allen Regionen im zweistelligen Bereich. Besonders starkes Wachstum verzeichneten die wichtigsten Regionen des Unternehmens China (+28%), Nordamerika (+26%) und Westeuropa (+19%). Der Umsatzzuwachs in Westeuropa ist auch vor dem Hintergrund der hohen Vorjahreszahlen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Produkten für die UEFA EURO 2016 zu sehen. In Lateinamerika, MEAA und Japan nahm der währungsbereinigte Umsatz um 14%, 13% bzw. 11% zu. Der Umsatz in Russland/GUS ging um 11% zurück. Diese Entwicklung spiegelt das nach wie vor herausfordernde Konsumklima sowie weitere Geschäftsschließungen im zweiten Quartal wider. Der währungsbereinigte Umsatz der Anderen Geschäftssegmente, die nun adidas Golf, Runtastic und Andere zentral geführte Geschäftsbereiche umfassen, legte infolge zweistelliger Steigerungen in allen Geschäftssegmenten um 27% zu.

Zugrunde liegende operative Marge steigt um 1,4 Prozentpunkte auf 10,0%

Die Bruttomarge des Unternehmens verbesserte sich im zweiten Quartal trotz deutlich negativer Währungseffekte um 0,7 Prozentpunkte auf 50,1% (2016: 49,4%). Verantwortlich für diese Entwicklung waren vor allem die positiven Effekte eines besseren Preis-, Produkt- und Vertriebskanalmix. Während die Lizenz- und Provisionserträge um 2% auf 29 Mio. EUR zurückgingen (2016: 30 Mio. EUR), verringerten sich die sonstigen betrieblichen Erträge deutlich auf 24 Mio. EUR (2016: 159 Mio. EUR). Diese Entwicklung spiegelt die nicht wiederkehrenden Einmalerträge im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Vertrags mit Chelsea F.C. sowie der Veräußerung von Mitchell & Ness im zweiten Quartal 2016 wider. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 13% auf 2,072 Mrd. EUR (2016: 1,833 Mrd. EUR). Im Verhältnis zum Umsatz verringerten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen jedoch um 2,5 Prozentpunkte auf 41,1% (2016: 43,7%). Diese Entwicklung spiegelt das starke Umsatzwachstum im zweiten Quartal wider sowie eine zeitliche Verschiebung der Marketinginvestitionen des Unternehmens, die schwerpunktmäßig in der zweiten Jahreshälfte 2017 anfallen werden. Das Betriebsergebnis verbesserte sich im zweiten Quartal um 18% auf 505 Mio. EUR (2016: 429 Mio. EUR). Dies führte zu einem Rückgang der operativen Marge von 0,2 Prozentpunkten auf 10,0% (2016: 10,2%). Ohne den Einmalertrag in Höhe von rund 70 Mio. EUR im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Vertrags mit Chelsea F.C. im zweiten Quartal 2016 verbesserte sich jedoch die zugrunde liegende operative Marge um 1,4 Prozentpunkte. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen nahm um 16% auf 347 Mio. EUR zu (2016: 301 Mio. EUR). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus den fortgeführten Geschäftsbereichen stieg um 14% auf 1,72 EUR (2016: EUR 1,50). Der Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen netto nach Steuern, der hauptsächlich im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung von TaylorMade und CCM Hockey steht, belief sich auf 189 Mio. EUR (2016: 10 Mio. EUR). Infolgedessen verringerte sich der auf Anteilseigner entfallende Gewinn um 46% auf 158 Mio. EUR (2016: 291 Mio. EUR). Damit ging das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen auf 0,78 EUR zurück (2016: 1,45 EUR).

adidas erzielt im ersten Halbjahr 2017 starke Geschäftsergebnisse

Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Umsatz währungsbereinigt um 18%. In Euro legte der Umsatz um 20% auf 10,485 Mrd. EUR zu (2016: 8,761 Mrd. EUR). Nach Marken betrachtet erhöhte sich der währungsbereinigte Umsatz der Marke adidas um 19%. Der Umsatz von Reebok lag währungsbereinigt um 9% über dem Vorjahresniveau. Die Bruttomarge verbesserte sich geringfügig auf 49,9% (2016: 49,8%). Verantwortlich hierfür waren vor allem die positiven Effekte eines besseren Preis-, Produkt- und Vertriebskanalmix sowie niedrigere Beschaffungskosten, die durch negative Währungsentwicklungen größtenteils aufgehoben wurden. Die Lizenz- und Provisionserträge nahmen um 7% auf 57 Mio. EUR zu (2016: 53 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 72% auf 52 Mio. EUR (2016: 190 Mio. EUR), hauptsächlich infolge der nicht wiederkehrenden Einmalerträge im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Vertrags mit Chelsea F.C. und der Veräußerung von Mitchell & Ness. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 4,194 Mrd. EUR um 15% über dem Vorjahresniveau (2016: 3,657 Mrd. EUR). Das Betriebsergebnis des Unternehmens verbesserte sich um 20% auf 1,142 Mrd. EUR (2016: 950 Mio. EUR). Dies entspricht einer operativen Marge von 10,9% (2016: 10,8%) und damit einem Anstieg um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreswert. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen erhöhte sich um 21% auf 809 Mio. EUR (2016: 671 Mio. EUR). Damit stieg das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus den fortgeführten Geschäftsbereichen um 20% auf 4,00 EUR (2016: 3,34 EUR). Im ersten Halbjahr 2017 verzeichnete adidas einen Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von 195 Mio. EUR netto nach Steuern (2016: Verlust in Höhe von 28 Mio. EUR). Infolgedessen ging der auf Anteilseigner entfallende Gewinn um 4% auf 613 Mio. EUR zurück (2016: 641 Mio. EUR). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus den fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen verringerte sich um 5% auf 3,04 EUR. (2016: 3,20 EUR).

Durchschnittliches operatives kurzfristiges Betriebskapital im Verhältnis zum Umsatz geht zurück

Die Vorräte erhöhten sich um 4% auf 3,644 Mrd. EUR (2016: 3,514 Mrd. EUR). Währungsbereinigt nahmen die Vorräte um 6% zu. Die Vorräte aus den fortgeführten Geschäftsbereichen stiegen um 9% (währungsbereinigt +11%). Das operative kurzfristige Betriebskapital stieg zum 30. Juni 2017 um 6% auf 4,258 Mrd. EUR (2016: 4,013 Mrd. EUR). Währungsbereinigt nahm das operative kurzfristige Betriebskapital um 9% zu. Das operative kurzfristige Betriebskapital aus den fortgeführten Geschäftsbereichen erhöhte sich um 17% (währungsbereinigt +20%). Das durchschnittliche operative kurzfristige Betriebskapital im Verhältnis zum Umsatz aus den fortgeführten Geschäftsbereichen verringerte sich um 1,0 Prozentpunkte auf 20,4%. Darin spiegeln sich das starke Umsatzwachstum der letzten zwölf Monate sowie der kontinuierliche Fokus des Unternehmens auf das strikte Management des kurzfristigen Betriebskapitals wider.

adidas erhöht Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2017

Angesichts der starken Geschäftsergebnisse im ersten Halbjahr 2017 hat adidas die Prognose für das Geschäftsjahr 2017 erhöht. Das Unternehmen erwartet nun für 2017 einen Umsatzanstieg auf währungsbereinigter Basis um 17% bis 19% (bisherige Prognose: Anstieg um 12% bis 14%). Die Bruttomarge wird sich den Prognosen zufolge um bis zu 0,8 Prozentpunkte auf einen Wert von bis zu 50,0% verbessern (bisherige Prognose: Anstieg um bis zu 0,3 Prozentpunkte). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz werden voraussichtlich unter dem Vorjahresniveau von 42,7% liegen. Hauptgründe hierfür werden Verbesserungen der Point-of-Sale- und Marketinginvestitionen sowie niedrigere Betriebsgemeinkosten im Verhältnis zum Umsatz sein. Das Betriebsergebnis wird den Prognosen zufolge um 24% bis 26% steigen (bisherige Prognose: Anstieg um 13% bis 15%). Damit wird sich die operative Marge um bis zu 0,6 Prozentpunkte auf einen Wert von bis zu 9,2% verbessern (bisherige Prognose: Anstieg um 0,2 bis 0,4 Prozentpunkte). Verantwortlich hierfür werden in erster Linie die prognostizierte Verbesserung der Bruttomarge sowie niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz sein. Diese positiven Effekte werden zum Teil durch den deutlichen Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge aufgehoben werden. Dieser Rückgang resultiert aus dem im Vorjahr enthaltenen, nicht wiederkehrenden Einmalertrag im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Sponsorenvertrags mit Chelsea F.C. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen um 26% bis 28% auf einen Wert zwischen 1,360 Mrd. EUR und 1,390 Mrd. EUR erhöhen wird. Ursprünglich war das Unternehmen im März von einem Anstieg des Gewinns aus den fortgeführten Geschäftsbereichen um 13% bis 15% auf einen Wert zwischen 1,200 Mrd. EUR und 1,225 Mrd. EUR ausgegangen. Aufgrund der höheren durchschnittlichen Anzahl von Aktien nach Wandlungen der Wandelanleihe in Aktien der adidas AG wird erwartet, dass das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus den fortgeführten Geschäftsbereichen um 25% bis 27% steigen wird (bisherige Prognose: Anstieg um 13% bis 15%). (03.08.2017/alc/n/a)






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