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Werden gegen Nord Stream 2 weitere Sanktionen verhängt?


11.09.20 13:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Während Gazprom weiter an Nord Stream 2 (NS2) arbeitet, um die für Anfang 2021 geplante Fertigstellung zu erreichen, hat die Vergiftung des russischen Oppositionsaktivisten Navalny das Projekt wieder ins Rampenlicht gerückt, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

NS2 sei zuletzt als Teil der politischen Reaktion Europas ins Spiel gebracht worden, sollte Russland bei der Untersuchung des Vorfalls nicht vollständig kooperieren. Deutschland, der größte Unterstützer von NS2, habe das Projekt lange Zeit aus einer rein wirtschaftlichen Perspektive betrachtet. Allerdings nehme der politische Druck der anderen EU-Mitglieder zu. Daher würden die Analysten die Möglichkeit weiterer Verzögerungen für die NS2 nicht ausschließen, zumal die europäische Gasversorgung für den kommenden Winter auch ohne NS2 gesichert sei. (News vom 10.09.2020) (11.09.2020/alc/n/a)