VERBUND-Ergebnis für die Quartale 1-3/2020 trotz Pandemie gesteigert - Anleihenews


05.11.20 12:15
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die für VERBUND (ISIN AT0000746409/ WKN 877738) maßgeblichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich nach der von COVID-19 verursachten Verschlechterung wieder verbessert, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Dieses Umfeld ermöglicht es VERBUND trotz des Nachfragerückgangs bei Strom in Österreich in den ersten drei Quartalen 2020 ein gutes Ergebnis zu präsentieren. Wir befinden uns zwar derzeit noch im Krisenmodus, der operative Betrieb läuft - unter Einhaltung der entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen - jedoch voll weiter.

Das VERBUND-Ergebnis für die Quartale 1-3/2020 konnte trotz negativer Auswirkungen durch COVID-19 und einer im Vergleich zum Vorjahr geringeren Wasserführung gesteigert werden. Das EBITDA konnte um 4,6 % von 946,1 Mio. EUR auf 989,5 Mio. EUR verbessert werden. Das berichtete Konzernergebnis stieg um 6,0 % von 450,9 Mio. EUR auf 477,7 Mio. EUR. Das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis erhöhte sich um 3,3 % von 453,3 Mio. EUR auf 468,3 Mio. EUR. Weiters konnte die Profitabilität des Konzerns gesteigert und die Verschuldung weiter reduziert werden. Die EBITDA-Marge konnte von 33,5 % auf 39,2 % gesteigert werden, der Nettoverschuldungsgrad von 36,0 % auf 29,7 % gesenkt werden. Beide Werte stellen Spitzenwerte im europäischen Versorgerbereich dar.

Die Wasserführung lag in den Quartalen 1-3/2020 auf einem niedrigeren Niveau. Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke betrug 0,98 und lag damit um zwei Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt und um 4 Prozentpunkte unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke konnte hingegen in den Quartalen 1-3/2020 deutlich gesteigert werden. Insgesamt lag die Erzeugung aus Wasserkraft mit 24.268 GWh somit auf Vorjahresniveau. Positiv auf die Ergebnisentwicklung wirkten die im relevanten Absicherungszeitraum gestiegenen Terminmarktpreise auf dem Großhandelsmarkt für Strom. Die Spotmarktpreise waren in den Quartalen 1-3/2020 - insbesondere bedingt durch die Auswirkungen der COVID-19-Krise - hingegen deutlich rückläufig. Insgesamt konnten die EBITDA-Beiträge in den Segmenten Wasser und Absatz gesteigert werden, während die Beiträge in den Segmenten Neue Erneuerbare, Netz und in allen sonstigen Segmenten rückläufig waren. Sehr erfreulich entwickelte sich das Finanzergebnis aufgrund einer deutlichen Reduktion des Zinsaufwands, bedingt vor allem durch hohe Tilgungen im Geschäftsjahr 2019. In den Quartalen 1-3/2020 waren auch Einmaleffekte zu verzeichnen. Diese betrafen im Wesentlichen Wertminderungen im Kraftwerksbereich aufgrund gestiegener Kapitalkosten per 30. Juni 2020 sowie die Bewertung einer Anteilsrückgabeverpflichtung. Das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis betrug 468,3 Mio. EUR und lag damit um 3,3 % über dem Wert der Vergleichsperiode.

Ausblick 2020 verbessert

Für das Geschäftsjahr 2020 erwarten wir auf Basis einer durchschnittlichen Wasserführung und eines durchschnittlichen Winddargebots im Quartal 4/2020 sowie der Chancen und Risikolage ein EBITDA zwischen rund 1.240 und 1.300 Mio. EUR und ein Konzernergebnis zwischen rund 570 und 610 Mio. EUR. VERBUND plant für das Geschäftsjahr 2020 eine Ausschüttungsquote zwischen 40 und 50 % bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis in Höhe von zwischen rund 560 und 600 Mio. EUR. (05.11.2020/alc/n/a)





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